Mit einem ordentlichen Neukundenplus im Digitalgeschäft hat der Kabelnetzbetreiber
Unitymedia das erste Quartal des laufenden Jahres abgeschlossen. Wie aus den am Donnerstag in Köln vorgelegten Geschäftszahlen für den Zeitraum zwischen Januar und März hervorgeht, stieg die Zahl der Kabel-Anschlusskunden um 87.000 auf 1,32 Millionen. Im gleichen Zeitraum musste allerdings ein Rückgang bei analogen Anschlüssen um 129.000 auf 3,26 Millionen verkraftet werden. Insgesamt waren Ende März somit 4,58 Millionen Kabel-Anschlüsse geschaltet.
Kabel-Internet weiter gefragt
Erfolgreich ist
Unitymedia weiterhin mit seinen "neuen" Diensten wie Telefonie und
Internet über das Kabelnetz. Insgesamt surften zum Stichtag 438.000 hessische und nordrhein-westfälische Privathaushalte über das Kabelnetz im weltweiten Datennetz. Das waren 61.000 mehr als noch Ende 2008. Hinzu kommen 275.000 Geschäftskunden, wodurch die Zahl der Kabel-Internet-Anschlüsse inzwischen bei 713.000 liegt. Die Zahl der Telefonkunden stieg zwischen Januar und März um 65.000 auf nun 428.000. Ein Pay-TV-Abo nutzen 595.000 Kunden, was einem Plus von 27.000 gegenüber dem Vorquartal entspricht.
Den bereinigten Umsatz im Kabelgeschäft konnte Unitymedia im Jahresvergleich um gut elf Prozent auf 222,7 Millionen Euro steigern. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 12,6 Prozent auf 106,6 Millionen Euro zu. Trotzdem erhöhte sich die Netto-Verschuldung - unter anderem aufgrund von Investitionen in Höhe von 15,5 Millionen Euro in die Netzinfrastruktur, 20,5 Millionen Euro für Hardware wie Sept-Top-Boxen und Kabel-Modems sowie 17,5 Millionen Euro für die Installation, Aufrüstung und Verkabelung in Kundenwohnungen - auf nunmehr 1,82 Milliarden Euro. Hinzu kommt, dass Unitymedia mit wachsendem Kundenbestand mehr Geld für Programmeinkauf, Durchleitungsentgelt und Kundenservice ausgeben musste.
Etwa 7,5 Millionen Haushalte in Nordrhein-Westfalen und Hessen sind inzwischen an das digitalisierte Kabelnetz von Unitymedia angeschlossen. Das sind 300.000 mehr als noch Ende Dezember und insgesamt 86 Prozent im Anschlussgebiet.
Kundenrückgang bei arenaSAT
Weiter rückläufig ist die Zahl der
arenaSAT-Kunden. Sie nahm im ersten Quartal um weitere 7.000 auf nur noch 184.000 ab. Da das Bundesliga-Programm nach dem 30. Juni nicht mehr angeboten werden kann, erwartet Unitymedia weitere Kundenverluste. Der Umsatz in diesem Randsegment lag bei 80,5 Millionen Euro, wobei ein großer Teil davon Lizenzzahlungen von Premiere für die Fußball Bundesliga sind. Das EBITDA betrug 9,8 Millionen Euro.