Die deutsche Musikindustrie will nach
französischem Vorbild ein Internetverbot für notorische Raubkopierer auch in der Bundesrepublik.
Milliarden-Einbußen durck Raubkopierer
Die in Frankreich beschlossene Einführung von Verwarnungen und Zugangssperren für illegales Herunterladen aus dem
Internet zeige, wie man mit massenhafter Verletzung des Urheberrechts effizient umgehen könne, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Musikindustrie, Dieter Gorny in Berlin. Illegales Kopieren hat den Plattenfirmen in den vergangenen zehn Jahren Milliarden-Einbußen gebracht und das Geschäftsmodell eines gesamten Industriezweiges ins Wanken gebracht.
Ein qualitativ geschäftsfähiges Internet könne nur im Zusammenspiel von technischer Infrastruktur und Inhalten entstehen, erklärte Gorny weiter. Diese Erkenntnis vermisse er in der deutschen Politik. Wer den massenhaften Diebstahl von Musik, Filmen, Hörbüchern, Games und Software im Internet in den Griff bekomme, könne der Kreativwirtschaft einen internationalen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
Hayo Lücke
/ dpa