Elektronische Geräte vom
Laptop bis zum
Handy bestimmen zunehmend die Energienachfrage. In diesem Jahr werde es erstmals mehr als eine Milliarde Nutzer von
Personal Computern geben, berichtete die Internationale Energieagentur (IEA) am Mittwoch in Paris.
Verdreifachung bis 2030
Dazu kämen zwei Milliarden TV-Geräte sowie Handys für jeden zweiten Erdenbürger. Wenn nichts getan werde, dann werde sich der gesamte Energieverbrauch solcher Geräte bis 2030 auf 1.700 Terawattstunden (TWh) verdreifachen, erklärte die IEA in ihrem Bericht "Gadgets and Gigawatts".
Die IEA rief die Staaten auf, energiesparende Techniken durchzusetzen. Schon jetzt verbrauchten die Haushalte 15 Prozent der Energie für elektronische Geräte. Wenn nicht schleunigst eingegriffen werde, gefährde der steigende Energiebedarf der Informations- und Kommunikationstechnik die Fortschritte im Kampf gegen Treibhausgase.
1.700 TWh entsprächen dem Gesamtverbrauch aller Haushalte der USA und Japans zusammen. Der Anstieg mache den Bau von 280 Gigawatt Kraftwerksleistung erforderlich. Maßnahmen zum Energiesparen könnten davon aber 260 Gigawatt überflüssig machen.
Michael Posdziech
/ dpa