Der weltweit zweitgrößte Computerhersteller
Dell leidet wie die gesamte Branche unter massive Umsatz- und Gewinneinbrüchen. Dank eines langfristigen Auftrags der Europäischen Union (EU) kann der amerikanische Konzern jetzt zur Abwechslung mal eine positive Nachricht vermelden.
Zehn Jahre Laufzeit
Wie Dell am Mittwoch bekanntgab, hat die Europäische Kommission in Brüssel das Unternehmen mit der Lieferung von Hardware, Software und Serviceleistungen im Wert von 63 Millionen Euro beauftragt. Der entsprechende Vertrag habe eine Laufzeit von bis zu zehn Jahren.
Den unterschiedlichen Organen der Europäischen Kommission werde Dell insgesamt 74.300 Desktops und Minitower der Reihe OptiPlex 740, die mit dem Chip des
Intel-Wettbewerbers AMD laufen, sowie 44.600 UltraSharp-1908-Monitore liefern. In enger Zusammenarbeit mit dem strategischen Servicepartner Getronics werde Dell im Rahmen des Vertrags außerdem unterschiedlichste Supportleistungen durchführen, von Wartungsarbeiten oder Treiberinstallationen bis hin zu internationalen Vor-Ort-Services.
Mit europäischem Service-Partner
Getronics ist ein Tochterunternehmen des niederländischen Telekommunikationskonzerns KPN, zu dem auch die deutsche
E-Plus-Gruppe gehört, und ist mit weltweit rund 20.000 Mitarbeitern auf Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie spezialisiert.
Der Vertrag wurde Dell nach eigenen Angaben im Rahmen einer Ausschreibung wegen wettbewerbsfähiger Preise und der engen Bindung zum Servicepartner Getronics zugesprochen. Er umfasst die 27 EU-Länder sowie 130 Drittstaaten und internationale Organisationen mit EU-Delegationen. Bislang seien insgesamt rund 25.000 Systeme installiert worden.