Für die Netzbetreiber kommt die "Digitale Dividende" in Zeiten massiven Wachstums durch
mobile Datendienste. Alfons Keuter von T-Mobile ist überzeugt, die neuen Frequenzressourcen "kommen genau zur richtigen Zeit". Es gebe einen flächendeckenden Bedarf für breitbandigen
Internetzugang.
Breitband sei zudem ein Standortfaktor.
T-Mobile: LTE erst ab 2011
Mit kabelgebundenen Lösungen können ländliche Gebiete nicht wirtschaftlich erschlossen werden. Zudem stünden die Preise für genutzte Datenvolumen nicht mehr in richtigem Verhältnis. Die Produktionskosten müssten reduziert werden. LTE könne hier zu mehr Wirtschaftlichkeit verhelfen. T-Mobile führte bereits
LTE-Tests in Bonn, Barcelona und Hannover mit Datenraten von bis zu 56 Mbit/s durch. Solche Pilotprojekte seien jedoch nur noch bis zur endgültigen Frequenzvergabe möglich.
Der Zeitplan von T-Mobile sehe ab Mitte 2010 einen Ausbau der Anbindung der
Mobilfunk-Basisstationen vor. Technisch stünde die neue Technik dann ab Mitte 2011 zur Verfügung. Zu diesem Zeitpunkt soll der Ausbau ausschließlich in den ländlichen Breitband-Lücken erfolgen. Erheblich später können dann auch im städtischen Umfeld Frequenzen aus dem 800 Mhz-Bereich für den Ausbau genutzt werden.
Vodafone verspricht bereits 2010 Versorgung mit fünf Mbit/s
Keuter sprach sich gegen eine Vergabe der Frequenzen für regionale Netzprojekte aus. Das wäre "Verschwendung". Die Möglichkeit zur Kooperation von Anbietern solle aber freigegeben werden. Die anstehende Auktion werde sicher nicht billig, aber es sei nicht mit den hohen Milliardengeboten wie zu Zeiten der Versteigerung der UMTS-Frequenzen zu rechnen.
Eher kritisch sahen sowohl Keuter als auch die übrigen Referenten die am Anfang der Woche von
Vodafone Deutschland-Chef Friedrich Joussen im Blog der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" geäußerte Absicht, bereits 2010 die noch bestehenden
DSL-Lücken zu beseitigen. Schon in einem ersten Schritt will Vodafone diese Gebiete mit Bandbreiten von bis zu fünf Mbit/s versorgen.