Der weltweit am meisten genutzte
Internet-Browser verliert kontinuierlich Marktanteile: Nach aktuellen Nutzungsdaten ist der Anteil des
Internet Explorer (IE) von Microsoft im vergangenen Monat wieder auf einen neuen Tiefstand gefallen und wird bei dieser Weiterentwicklung in zwei Jahren unter 50 Prozent liegen.
Verluste trotz IE8
Wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet, verlor der ehemals übermächtige IE den Zahlen des Unternehmens Net Applications Inc. zufolge 0,7 Prozent und lag Ende April damit bei einem Marktanteil von nur noch 66,1 Prozent. Obwohl die neueste Version IE8 mit einem Plus von 2,2 Prozent weiter zulegen kann, reicht es nicht für eine Stabilisierung des Anteils. Denn im Gegenzug gingen 2,2 Prozent beim IE7 und weitere 0,8 Prozent beim IE6 verloren. Ein entscheidender Faktor für diese Entwicklung im vergangenen Monat sei das automatische Update auf IE8, dass Microsoft inzwischen den Nutzern der älteren Versionen anbietet.
Die Verluste von Microsoft teilen sich zwischen den rivalisierenden Browsern auf. So habe Mozillas
Firefox seinen Anteil um 0,4 auf jetzt 22,5 Prozent steigern können. Auch der Google-Browser
Chrome hat nach Angaben von Net Applications von den Verlusten des IE profitieren können und kletterte um 0,2 Prozentpunkte auf insgesamt 1,4 Prozent. Dies sei die höchste Steigerung seit Dezember und unter anderem auf die Schaltung von Chrome-Anzeigen auf der Google-Seite zurückzuführen. Apples
Safari habe hingegen nicht zulegen können und liegt bei einem fast unveränderten Marktanteil von 8,2 Prozent.
25 Prozent für Firefox im November
In den vergangenen zwölf Monaten habe der Firefox im Durchschnitt 0,4 Prozent pro Monat zulegen können und werde voraussichtlich bis Ende November die 25-Prozent-Hürde nehmen. Auf der anderen Seite habe der IE im vergangenen Jahr jeden Monat durchschnittlich 0,7 Prozent verloren. Sollte Microsoft diese Entwicklung nicht stoppen können, werde der Anteil bis Mai 2011 auf unter 50 Prozent fallen.
Net Applications misst die Browser-Nutzung anhand der Daten von Computern, die die über 40.000 Webseiten besuchen, die das Unternehmen für seine Kunden überwacht.