Vor rund drei Monaten hatte
Google den Handy-Service Latitude gestartet, der den eigenen Standort ermittelt und über Google Maps anzeigt. Bislang konnten nur Latitude-Nutzer untereinander ihren Aufenthaltsort per Mobiltelefon oder iGoogle teilen, dies soll sich jetzt mit zwei neuen Tools ändern.
Wer kann sehen, wo man ist?
Google hat hierzu
Google Talk Location Status (beta)
und
Public Location Badge bereitgestellt. Der erstgenannte Dienst integriert Latitude in den
Instant Messenger Google Talk und verrät allen Chat-Partnern aus dem Messenger oder Gmail (hierzulande Google Mail), wo man sich gerade aufhält. Der Suchmaschinenriese weist darauf hin, dass dies auch für diejenigen Kontakte gilt, die der Nutzer ansonsten über Latitude vom Zugriff auf den persönlichen Standort ausgeschlossen hat.
Latitude breitet sich aus
Public Location Badge bringt den Wohnort in das eigene Weblog oder auf die Website. Der Nutzer kann hier entscheiden, ob nur die Stadt oder der genaue Standort einsehbar ist. Ermittelt wird dieser per GPS, WLAN oder über die Funkmasten-Datenbank.
Google plant, den Standort-Service künftig für noch mehr Applikationen zugänglich zu machen.
AOL bietet mit dem Friendsfinder einen ähnlichen Dienst. Verbraucherschützer hingegen sehen insbesondere bei der
Handy-Ortung das Risiko missbräuchlicher Nutzung, zum Beispiel zur Überwachung des Partners. Die
Bundesregierung arbeitet derzeit daran, den Schutz vor heimlicher Handy-Ortung in die Novelle des Telekommunikationsgesetzes zu integrieren. Nutzer von Google Latitude, die ihren genauen Standort nicht ermitteln lassen wollen, können diesen auch manuell eingeben. Schnüffeleien unter Angabe einer Handynummer sind nicht möglich.
Die Standorte können per Telefon oder iGoogle geteilt werden, mit den neuen Tools wandert der Ortungs-Service auch in Google Talk und Webseiten. Bild: Google