Sonntag, 24.05.2009 16:54

Zauberhaft gut? - Das HTC Magic im Test

aus dem Bereich Mobilfunk

Die 3,2-Megapixel-Linse
Bild: onlinekosten.de
Wer so viel kann, hat auch einen hohen Energiebedarf. Da hilft es auch nicht sonderlich, dass der Akku im Vergleich zum Vorgängermodell an Atem zugelegt hat. Beschäftigt man sich oft mit dem YouTube-Client und verbringt viel Zeit im Google-Browser, kann der Nutzer fast zusehen, wie der Ladestand des Akkus abnimmt. Dafür ist aber nicht unbedingt das HTC Magic verantwortlich, sondern vielmehr die stromhungrige UMTS-Technik. Im Standby zeigt sich das Gerät jedoch äußerst genügsam. Bei Normalnutzung sind zwei Tage ohne Stromzufuhr absolut machbar. Etwas bedauerlicher ist da, dass der Akku für eine volle Ladung im Test ganze zwei Stunden brauchte. Das könnte schneller gehen.

Noch ein Wort zum Lieferumfang. Vodafone liefert das HTC Magic in einem kompakten, kleinen Karton aus. Im Inneren findet sich eine Kurzanleitung, eine Schutztasche (die allerdings keinen Schönheitspreis gewinnt), ein Ladekabel für den integrierten miniUSB-Anschluss, ein Datenkabel sowie das Stereo-Headset "HS 200", das ebenfalls über miniUSB verbunden wird. A propos miniUSB: ein Klinkenstecker ist nicht integriert, was den Genuss von Musik mit handelsüblichen Ohrhörern nur mittels Adapter möglich macht.

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Fazit: Keine Revolution

Die Tastatur zu entfernen, die Hartschale zu veredeln und Änderungen im Detail vorzunehmen, macht noch keine Smartphone-Revolution. Der Fakt, dass Android weiterhin nur über Umwege mit Outlook synchronisiert, lässt den Glanz der Neuerungen verblassen. Mit Version 1.5 ist der Android-Entwicklergemeinde ein Schritt nach vorne gelungen - das Über-Betriebssystem ist es aber noch lange nicht. Die Ingenieure von HTC haben versucht mit dem Magic eine abgespeckte Variante des Google G1 zu schaffen. Dies ist äußerlich gelungen, scheitert jedoch bei der hakeligen Eingabe über die Software-Tastatur. Im Großen und Ganzen ist das HTC Magic in Verbindung mit Android 1.5 ein gelungenes Gegenkonzept zum Google G1. Dennoch sollte man gespannt sein, was an Android-Geräten im Laufe des Jahres noch folgen wird.

Name: HTC Magic (auch "Google G2")
Hersteller: High Tech Computer (HTC)
Internet: www.htc.com
Preis: ab 1 Euro, exklusiv mit Vodafone-Vertrag
529,90 Euro ohne Vertrag
Technische Daten
Abmessungen: 113 mm x 55.56 mm x 13.65 mm
Gewicht: 116 Gramm
Display: 3,2-Zoll TFT-LCD-Touchscreen-Display mit HVGA-Auflösung (320 x 480 Pixel)
Prozessor: Qualcomm MSM7200A 528 MHz
Speicher: 512 MB ROM, 288 MB DDRAM
Betriebssystem: Android
Navigationssoftware: Google Maps
Besonderheiten: AGPS/GPS-Chip integriert, 3,2-Megapixel-Kamera mit Videofunktion, WLAN, UMTS, EDGE, HSPDA/HSUPA, Bluetooth 2.0, G-Sensor, Push-Mail über Google Mail
Lieferumfang: Ladegerät, Stereo-Headset, Tasche, Datenkabel, Kurzanleitung
Anschlüsse: Mini-USB
Pro & Contra
eingängige Bedienung
hervorragender Browser
scharfes Display
Konnektivität (UMTS, HSDPA etc.)
GPS-Modul
G-Sensor
Messaging-Funktionen
kein Kamera-Blitz
fehlender Klinkenstecker
recht lange Ladezeit
hakelige Software-Tastatur
Bewertung:
Display (20%): gut
Ausstattung (20%): gut
Akkulaufzeit (30%): befriedigend
Bedienung (30%): gut
Preis-Leistung: gut
Gesamtnote gut (2,3)
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