Montag, 04.05.2009 11:55

Nokia: Neue Rezepte gegen die "Kostenloskultur"

aus dem Bereich Mobilfunk
Der finnische Handyhersteller Nokia sieht sich und die Mobilfunkbranche am Scheideweg. Durch den Vormarsch von Internetfirmen in die eigenen Märkte drohe die Kostenloskultur des Internets überzugreifen und den "Wert der Mobilfunkindustrie" zu zerstören. Netzbetreiber und Gerätebauer müssten dies gemeinsam verhindern, so Nokia-Vorstandsmitglied Tero Ojanperä gegenüber der "Financial Times Deutschland" (FTD).

Anzeige
Der Kunde soll möglichst zahlen

Zweifel am Erfolg der neuen Nokia-Internetplattform Ovi in Konkurrenz zu Apple's Onlineshop iTunes sieht der Manager hingegen als weitgehend unbegründet an. "Die Herausforderung für uns ist nicht Apple, sondern ein Handykunde, der kein Geld für mobile Inhalte ausgibt", betont Ojanperä im Interview mit dem Blatt. Dementsprechend will Nokia mit Ovi ab Juni insbesondere auch gegen den Preisverfall im Handymarkt antreten und neue Wachstumsmärkte für mobiles Internet sowie die eigenen kostenpflichtigen Angebote erschließen.

Viele Netzbetreiber mauern - noch

Trotz allem kommt der meiste Gegenwind von Netzbetreibern, die ihr eigenes Internetgeschäft mit Klingeltönen, Spielen und Handysoftware durch Nokia's Pläne massiv bedroht sehen. Ojanperä sieht dem allerdings gelassen entgegen. "Die Welt hat sich in den vergangenen zwölf Monaten radikal verändert", meint der Nokia-Vorstand zuversichtlich. Nicht nur in Singapur, Australien oder Mexiko würden die Betreiber von Mobilfunknetzen bereits mit Nokia zusammenarbeiten und kostenpflichtige Dienste wie "Comes with Music" vermarkten. Auch in Frankreich verkaufe Orange, Tochter von France Telecom, Nokia's Handy-E-Mail-Dienst und verdiene Geld mit einem gekoppelten Datentarif. In Deutschland konnte sich Nokia mit T-Mobile zudem kürzlich über einen gemeinsamen Ausbau von Ovi einigen. Jedoch waren dem längere Querelen zwischen beiden Unternehmen vorausgegangen.

Einige Hersteller von Handysoftware sehen solche Kooperationen bislang eher kritisch. Es bestehe die Gefahr, dass einzelne Netzbetreiber bestimmte Angebote aus Ovi verbannen wollen, so der Mitbegründer des Handysoftwareanbieters Fring, Boaz Zilbermann, gegenüber der "FTD". Sein Unternehmen vermarktet Handy-Software für Voice over IP und sieht den Vertrieb über Nokia's Internetplattform daher gefährdet. So ging beispielsweise T-Mobile in der Vergangenheit massiv gegen Hersteller von VoIP-Anwendungen vor und sperrte etwa auch die Verwendung der Telefonsoftware Skype in seinem Netz.
Christian Wolf
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Jetzt erst Recht alles kostenlos! (2 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von sinus61 am 05.05.2009 um 08:22 Uhr
 Und mein Rezept (1 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von misterdj am 04.05.2009 um 22:18 Uhr
 Mein Rezept: (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von elgreek1 am 04.05.2009 um 15:26 Uhr
 Suche

Hoster
Mit dem eigenen Clan auf der Suche nach einem Gameserver mit integriertem Teamspeak für mehr Spielspaß?
Oder brauchen Sie etwa einen vServer mit Unterstützung für POP3, IMAP und SMTP um ihre E-Mails zu verwalten?
Auch wenn nur Webspace für eine eigene Homepage oder die Internetseite des Vereins gesucht wird: Der richtige Hoster bietet alles.
Prepaid Handy
Mit einem Prepaid-Tarif lässt sich bei voller Kostenkontrolle telefonieren. Allerdings benötigt man dann auch ein Handy ohne Vertrag.
Wer einen Discounter-Tarif bei Anbietern wie Fonic oder Simyo wählt, muss sich noch nach einem Prepaid Handy umsehen.
Verschiedene Modelle gibt es in unserer Handy Übersicht.
DSL Speedtest
Schnelles DSL bestellt, aber es geht nur im Schneckentempo voran?
Mit dem Speedtest jetzt die DSL Geschwindigkeit prüfen.
Mehr Speed bietet ein VDSL-Anschluss: Die Vodafone VDSL Verfügbarkeit kann hier ebenso geprüft werden, wie T-Home VDSL, Alice VDSL oder die 1und1 VDSL Verfügbarkeit.
Aktuelle DSL Angebote hier im Vergleich.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs