Das Buchsuche-Projekt von Google ruft laut US-Zeitungsberichten nun die amerikanischen Wettbewerbshüter auf den Plan. Es gehe dabei um die
Einigung von Google mit der US-Buchbranche vom vergangenen Herbst, mit der ein Streit um die Vergütung von Autoren und den digitalen Vertrieb von Büchern beigelegt werden soll.
Online-Verkauf kompletter Bücher
Wie die "New York Times" und das "Wall Street Journal" am Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen schrieben, habe das US-Justizministerium Kontakt zu Google und Kritikern des Deals aufgenommen.
Google hatte sich im Oktober mit den amerikanischen Verlegern und Autoren auf ein Modell von Zahlungen für die Anzeige der Buchinhalte verständigt. Die Einigung, die nur für den US-Markt gilt, soll auch den Weg für den breiteren Online-Verkauf kompletter Bücher öffnen. Google soll im Rahmen der Vereinbarung insgesamt 125 Millionen Dollar zahlen.
Zu großer Einfluss auf Buchmarkt
Den Zeitungsberichten zufolge warnen Kritiker davor, dass die Vereinbarung Google zu großen Einfluss auf den künftigen Buchmarkt geben könnte. Google hatte 2004 mit dem Einscannen der Bücher begonnen. Die Buchbranche bremste das ambitionierte Projekt aber bald darauf mit Urheberrechts-Klagen.