Die zunächst in Mexiko aufgetretene sogenannte Schweinegrippe, ausgelöst durch einen von Mensch zu Mensch übertragbaren H1N1-Virus, verbreitet sich derzeit mit großem Tempo in immer mehr Länder rund um den Globus. Die Beunruhigung zahlreicher Menschen versuchen nun auch
Cyberkriminelle für ihre Zwecke auszunutzen.
Spamwelle zum Virusausbruch
Mehrere Hersteller von Schutzsoftware haben seit dem Wochenende ein verstärktes
Spam-Aufkommen rund um das Thema Schweinegrippe festgestellt. Nach Angaben der Sicherheitsexperten von Bitdefender finden sich in den Betreffzeilen der E-Mails Schlagzeilen wie "Schweinegrippe in Hollywood" oder "erste Schweinegrippeopfer in den USA".
Werbung für Online-Apotheken oder gefährliche Webseiten
Spam wirbt für fragwürdige Medikamente.
Bild: Bitdefender
Hinter den Spam-Mails verbirgt sich laut Bitdender unter anderem eine in China registrierte Webseite, auf die nach dem Anklicken der E-Mail weitergeleitet wird. Auf der Internetseite werden fragwürdige Arzneimittel zum Kauf angeboten. Vlad Vâlceanu, Leiter der BitDefender Antispam Research Labs, geht davon aus, dass die Spamattacke in den nächsten Wochen noch weiter zunehmen wird.
McAfee meldete, dass am Montag bereits zwei Prozent des globalen Spams die Schweinegrippe als Aufhänger nutzte, um Aufmerksamkeit bei potentiellen Spam-Opfern zu erregen. Zu finden sind Werbung für Medikamente und Verlinkungen zu Online-Apotheken. Gleichzeitig finden sich auch immer mehr registrierte Domainnamen mit angeblichen Inhalten zur Schweinegrippe. Die Gefahr, dass solche Seiten auch für die Verbreitung von Schadsoftware oder für
Phishing-Attacken genutzt werden können, ist nicht unerheblich. Grundsätzlich raten die Sicherheitsexperten dazu, Mails von unbekannten Absendern zum Thema Schweinegrippe nicht zu öffnen und auch darin enthaltene Links nicht anzuklicken.
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