Viren, Würmer und Hacker lassen der IT-Welt das Blut in den Adern gefrieren. Unter anderem ebnen ihnen vor allem nicht-optische Speichermedien wie USB-Sticks und Kamera-Speicherkarten den Boden. Vor allem über die Autorun-Funktion können so ahnunglose Nutzer Schadcode an Bord ihres Rechners hieven. Microsoft reagiert: Mit dem
im Mai erwarteten Release Candidate von Windows 7 wird es die Starthilfe nur noch für optische Medien geben, heißt es im Blog der Redmonder.
Auch Windows XP und Vista sollen nachziehen. Bis dahin empfiehlt Microsoft, den Autostarter abzuschalten.
Schnellstart nur noch für optische Medien
Laut Blog soll die Autorun-Funktion deutlich eingeschränkt werden. Wechseldatenträger wie USB-Sticks, Speicherkarten von Kameras oder externe Festplatten werden ignoriert. Nur optische Datenträger öffnen sich noch per Autorun. Darunter fallen alle Medien, die durch optisches Abtasten mittels Laser gelesen oder beschrieben werden. Dazu gehören zum Beispiel CDs, DVDs und Blu-Ray Discs. Auch sie können Malware einschleusen, dies gilt aber als vergleichsweise unwahrscheinlich.
Einer vom Blog zititierten Studie von Forefront Client Security zufolge gingen 17,7 Prozent der Computer-Infektionen in der zweiten Hälfte von 2008 auf Autorun-fähigen Schadcode zurück. Tendenz: steigend. Dabei tarnt sich der Schadcode offenbar recht geschickt im Autorun-Dialog von Windows, wie die Grafik zeigt. Zwar mag sich mancher Nutzer wundern, warum er zweimal die Aufforderung "Ordner öffnen" erhält. Ist er jedoch in Eile und klickt auf die obere, öffnet er möglicherweise die Schleusen für
Conficker und Konsorten.
Testseiten checken Conficker-Befall
Der ebenso renommierte wie mysteriöse Wurm mit den zahlreichen Namen schlängelt sich bereits seit Oktober durch das Netz, befällt Behörden- und Firmennetzwerke. Die Absichten des Conficker, W32/Conflicker, Downadup oder Kido genannten Schädlings sind
offenbar noch unklar.
Ob der eigene Rechner bereits mit Conficker infiziert wurde, kann über eine
Test-Seite der Universität Bonn und eine weitere der
Uni Wien überprüft werden. Ratsam ist auch das Installieren der Windows-Updates und eine aktuelle Virensoftware.