Sonntag, 03.05.2009 13:19

Umfrage: Soziale Netzwerke in, Twitter-Nutzung out

aus dem Bereich Sonstiges
Im Rahmen einer Online-Befragung hat das Nürnberger Marktforschungsinstitut ForschungsWerk untersucht, wer sich tatsächlich in den viel besprochenen sozialen Netzwerken im Internet aufhält.

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Stayfriends vor Xing und StudiVZ

Demnach seien mit 63 Prozent fast zwei Drittel der Internetnutzer ab 18 Jahren Mitglied in einem oder mehreren Online-Netzwerken. An erster Stelle stehe dabei Stayfriends, wo 27 Prozent der Nutzer eingetragen seien. Es folgten Wer-kennt-wen? mit 20 Prozent, Xing (15 Prozent), StudiVZ (13 Prozent) und mit zehn Prozent Facebook. Bei MeinVZ seien noch neun Prozent der Surfer vertreten, bei MySpace acht und bei Lokalisten.de sechs Prozent. Andere Communities würden in geringerem Umfang genutzt.

Twitter sei bei mehr als einem Drittel der Internetnutzer bekannt (37 Prozent), bei leitenden Angestellten, Selbständigen und Studenten sei der Bekanntheitsgrad mit 48, 54 und 61 Prozent noch etwas höher. Auf der In/Out-Skala rangiere Twitter aktuell sogar auf Platz 1. Als besonders "in" bewerteten die Befragten auch StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ. Entgegen des derzeitigen Hypes um Twitter ist allerdings nur ein Prozent der befragten Internetnutzer dort auch aktiv.

Von den 18- bis 29-jährigen Nutzern sind bereits 90 Prozent in einem Netzwerk vertreten, von den über 50-jährigen sogenannten "Silver Surfern" dagegen erst 43 Prozent. Ältere Internetnutzer sind dabei fast ausschließlich bei Stayfriends, Wer-kennt-wen? oder Xing aktiv.

Vertrauen in Datensicherheit gering

Elf Prozent aller Internetnutzer hätten sich zudem schon einmal bei einer der Communities wieder abgemeldet. Außerdem sei laut Umfrage trotz der intensiven Nutzung das Vertrauen in die Datensicherheit relativ gering: Weniger als ein Drittel der Mitglieder sei jeweils davon überzeugt, dass die persönlichen Daten bei den von ihnen genutzten Plattformen sicher sind.

Für die Studie wurden im April 545 Teilnehmer des ForschungsWerks Panels befragt. Die Ergebnisse seien hinsichtlich Alter, Geschlecht und Region repräsentativ für die Internetbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.
Michael Posdziech
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