Neben dem
Toshiba Qosmio G50 Notebook für Multimedia-Anhänger, hat der japanische Konzern auch eine eigene Gaming-Serie im Angebot. Das Qosmio X300 liefert leistungsstarke Hardware in einer "Verpackung", die neidische Blicke auf sich zieht. Die üppigen Boliden wollen gegen mindestens 1.500 Euro eingetauscht werden. Kürzlich ist die
Spiele-
Notebook-Serie in einer neuen Ausführung erschienen, die noch weit mehr Geld im Sparschwein erfordert: Das
X300-14O soll für 3.199 Euro über die Ladentheke gewuchtet werden. Was kann das Notebook in der Preislage eines Gebrauchtwagens? Unsere Redaktion hat es ausprobiert.
Inhalt:
1. Design und Maße
2.
CPU, Grafikkarten, SSD
3.
Tastatur, Schnittstellen, Fazit und Übersichts-Tabelle
Alles eine Nummer größer
Schon wenn man den Karton in die Hand nimmt, entsteht eine erste Vorstellung davon, auf welche Art von
Notebook-Monster man sich hier eingelassen hat. Der 17-Zöller wiegt stolze 4,3 Kilogramm (kg) und misst etwa 41x31 Zentimeter (cm). An der dickste Stelle ist er 6,3 cm hoch, was dem Qosmio X300 endgültig den Stempel "Desktop-Ersatz" aufdrückt. Zur Not könnte man die teure Hardware in einer entsprechend stabilen Tasche zwar auch transportieren, zu beachten ist aber, dass noch ein weiteres Bauteil zum hohen Gewichts-Konto beiträgt: das Netzteil (300 Watt). Das schwarze Ding, das
Netbook-ähnliche Ausmaße hat (nur wesentlich dicker), wiegt unschlagbare 1,6 kg.
Komplett gelackt
So monströs wie die Stromschleuder wirkt auch das Notebook. Passend zu den bulligen Maßen und der Computerspieler-Zielgruppe, kämpft das Design um Aufmerksamkeit. Diese ist ihm dank des auffälligen Flammenmusters mit Spiegel-Effekt auf dem Gehäuse definitiv sicher. Nach dem Aufklappen kann der Besitzer über eine schwarze Innenausstattung mit edlen roten Details und roter LED-Beleuchtung hier und da staunen. Selbst die Lautsprecher, Marken-Exemplare von harman/kardon, wurden kunstvoll integriert. Was den einen oder anderen stören könnte, ist der konsequente Hochglanz-Look. Im Auslieferungszustand sieht dies zwar toll aus, eine intensivere Nutzung hinterlässt aber schnell ihre Spuren: hässliche Fingerabdrücke.
Das Display ist in einen wuchtigen Rahmen eingelassen. Ein Begriff, der auch das Netzteil passend beschreibt – hier im Größenvergleich mit einer 1-Euro-Münze.
Bilder: onlinekosten.de. Zum Vergrößern anklicken.
Vier-Kern-Prozessor und schneller Speicher
Was verbirgt sich unter dem lodernden Feuer? Dampf macht ein
Intel Core 2 Extreme Prozessor vom Typ QX9300 mit 2,53 Gigahertz (GHz), den Intel auf der letzten
Games Convention vorstellte. Die CPU ist rasend schnell: Nur sieben Sekunden verstreichen bis das Programm 7-Zip 96 JPG-Fotos (235 Megabyte) gepackt hat. Der ebenfalls flotte
Core 2 Duo P7350 im MSI GX400 benötigte zum Beispiel 16 Sekunden.
Dazu werden vier Gigabyte (GB)
Arbeitsspeicher in Form von zwei 2-GB-Riegeln spendiert, und zwar schon von der schnelleren DDR3-Sorte. Um diese voll ausnutzen zu können, wäre die 64-bit Version von Windows
Vista notwendig. Installiert ist jedoch Vista Home Premium 32-bit.