Ein US-Amerikaner wollte seinem Neffen eine Freude machen und lud im Mexiko-Urlaub den Animationsfilm "Wall-E" über das Mobilfunknetz herunter. Jegliche Freude verging ihm beim Blick auf die nächste Rechnung seines Providers über 62.000 Dollar.
Roaming-Gebühren nicht bedacht
Der betroffene Urlauber mit Namen Alberto habe seinen Fall laut TechBlog "Ars Technica" beim Nachrichtensender CNN geschildert. Für seinen Familientrip nach Mexiko hatte sich Alberto bei einem
Mobilfunk-Provider eine Datenkarte für sein
Notebook gekauft. Während des Urlaubs habe er für seinem Neffen den knapp 700 Megabyte großen Film "Wall-E" heruntergeladen. Zu den ohnehin hohen Kosten pro Kilobyte (KB) kamen aber auch noch die üppigen
Roaming-Gebühren hinzu, was schließlich einen KB-Preis von über 11 US-Cent ergab - insgesamt rund 62.000 Dollar.
Nachdem Alberto seinem Anbieter die Situation geschildert hatte, reduzierte dieser die Rechnungssumme immerhin auf 17.000 Dollar. Diese fünfstellige Gebühr entspräche angeblich den tatsächlichen Kosten für den Transport des Filmes.
In der EU Obergrenzen festgelegt
Dieser extreme Fall zeigt, was für ein Kostenpotential im Telefonieren, Nachrichten verschicken und Surfen über das Mobilfunknetz im Ausland steckt. Innerhalb der EU mildert der sogenannten
Euro-Tarif diese Gefahr durch überhöhte Roaming-Gebühren ab. Für Gespräche,
SMS und
mobiles Internet über das
Handy gelten ab dem 1. Juli dieses Jahres neue Obergrenzen, um solche Schock-Rechnungen wie bei Alberto zu vermeiden.