Die Blütezeiten des kostenlosen Hosting-Dienstes von Yahoo! sind schon lange vorbei. Jahre ist es her, da unprofessionelle Clan-Seiten von Online-Gamern ebenso Unwohlsein verursachten, wie animierte GIF-Glitzerbildchen auf privaten Mini-Profilseiten. Durch
sinkende Hostingpreise und steigende Professionalität der Internetgemeinde verlor
GeoCities mit seinem vereinfachten Website-Baukasten die Daseinsberechtigung. Und manövrierte sich so selbst ins Abseits.
Allseits bekannt
Wer kennt sie nicht, die extrem schlichten, fast spartanischen GeoCities-Websites? 15 Megabyte Speicherplatz spendierte Yahoo! registrierten Nutzern für den Auftritt im Netz, bot einen Web-Baukasten und zahlreiche Tools für Einsteiger. Irgendwann verirrte sich jeder einmal in die GeoCities. Ganz egal ob über einen Link auf einem Chat-Profil oder die Google Bildersuche - GeoCities war dem durchschnittlichen
Internet-Benutzer bekannt. In den letzten Jahren baute die Präsenz drastisch ab. Online-Profile in sozialen Netzwerken wie studiVZ oder Facebook, das Web 2.0 und nicht zuletzt fallende Hostingpreise liefen GeoCities den Rang ab.
Das Ende naht. Yahoo! nimmt keine neuen Registrierungen für den Dienst mehr entgegen und gibt bekannt, dass GeoCities im Laufe des Jahres vom Netz gehen wird. Der Grund: Yahoo! lege den Fokus nun darauf, seinen Nutzern neue Wege zu zeigen, sich online zu vernetzen. Im Sommer sollen nähere Informationen folgen, sodass GeoCities-Nutzer ihre Daten frühzeitig sichern können. Ein
neuer kostenloser Hostingdienst sei von Yahoo! nicht zu erwarten, so das Unternehmen.
Somit
stirbt nach Lycos ein weiteres umfangreiches Kapitel der Internetgeschichte. Trotz nervlicher Überreizung irgendwie schade. Für alle interessierten
GeoCities-Kunden hat Strato derweil ein Übernahme-Angebot gebastelt.