Medienunternehmer Rupert Murdoch hat seinen Anteil am Münchner Bezahl-TV-Sender
Premiere erhöht und hält inzwischen 30,5 Prozent an dem Unternehmen. Das gab Premiere am Mittwoch in München bekannt. Murdochs News Adelaide Holdings B.V. habe sich 30,7 Prozent der Aktien gesichert, die von
Premiere im Zuge der Kapitalerhöhung ausgegeben wurden. Langfristig ist eine
komplette Übernahme von Premiere vorgesehen.
Grundkapital erhöht
Premiere habe insgesamt gut 367 Millionen Aktien zu einem Bezugspreis von 1,12 Euro ausgegeben. Nach der Eintragung der neuen Aktien in das Handelsregister werde sich das Premiere-Grundkapital von 122,7 Millionen Euro auf 490,1 Millionen Euro erhöhen. Premiere fließe durch die Kapitalerhöhung ein Bruttoemissionserlös in Höhe von rund 411,6 Millionen Euro zu. Die neuen Aktien werden voraussichtlich ab dem 24. April an der Frankfurter Börse gehandelt. Dort notierte der Premiere-Aktienkurs zuletzt mit gut 1,50 Euro.
Für Premiere-Chef Mark Williams ist die Kapitalerhöhung "ein wichtiger Meilenstein". Nun sei es möglich, "ein erfolgreiches Pay-TV-Geschäft in Deutschland und Österreich aufzubauen." Abzuwarten bleibt, wie dieses Pay-TV-Geschäft konkret aussehen wird.
Premiere besitzt unter anderem für die kommenden vier Jahre die Übertragungsrechte für die Fußball Bundesliga. Gemunkelt wird, der Sender plane, für 20 bis 30 Euro ein Basisangebot einzuführen. Sportfans sollen für ein entsprechendes Zusatzpaket allerdings extra zur Kasse gebeten werden.
Hayo Lücke