Dienstag, 21.04.2009 09:22

IBM: Weniger Umsatz als erwartet

aus dem Bereich Sonstiges
Der Computer- und IT-Konzern IBM trotzt der Wirtschaftskrise mit nahezu stabilen Gewinnen und hält für das Gesamtjahr an seiner Ergebnisprognose fest. Der US-Riese enttäuschte den Markt am Montagabend jedoch mit einem Umsatzeinbruch im ersten Quartal. Die nochmals gestiegenen milliardenschweren Bargeldbestände wolle IBM für geeignete Zukäufe nutzen, kündigte Finanzchef Mark Loughridge an.

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Umsatzrückgang

Unbeeindruckt zeigte sich der Manager von der nur wenige Stunden zuvor durch den Softwareriesen Oracle verkündeten Übernahme des Computerkonzerns Sun Microsystems, dessen Kauf IBM im Streit um den Preis abgeblasen hatte. IBM habe mit den beiden Unternehmen schon bisher konkurriert und dabei gewonnen, so der Finanzchef.

Im ersten Quartal gab der Überschuss von IBM leicht um ein Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar nach. Der Umsatz fiel zum Vorjahr auch durch den starken Dollar um elf Prozent auf 21,7 Milliarden Dollar (16,7 Mrd Euro). Währungsbereinigt ging er um vier Prozent zurück. IBM hatte zuletzt stark Kosten gespart und Stellen gestrichen oder verlagert.

IBM hält an Prognosen fest

Der Konzern mit Sitz in Armonk (US-Bundesstaat New York) will im laufenden Jahr wie geplant einen Gewinn je Aktie von mindestens 9,20 Dollar einfahren. Für nächstes Jahr betonte IBM-Chef Sam Palmisano: "Wir sind unserem eigenen Zeitplan für 10 bis 11 Dollar je Aktie in 2010 weiter voraus." Mit dem Ergebnis im ersten Quartal übertraf IBM die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz blieb jedoch dahinter zurück. Die Aktie stand nachbörslich unter Druck.

IBM gilt wegen seiner breiten Palette - von Hardware über Software bis zu Serviceleistungen - als wichtiger Gradmesser für die gesamte IT-Branche. In den nächsten Tagen legen unter anderem Schwergewichte wie der Chipbauer AMD, die Internetkonzerne Yahoo! und eBay sowie Apple und Microsoft ihre Zahlen für das vergangene Quartal vor.

Die Umsätze fielen bei IBM im ersten Quartal zwar über alle Branchen hinweg. Der Rückgang war aber bei Dienstleistungen und Software weit geringer als im klassischen Hardware-Geschäft. Die von Experten beachtete Brutto-Gewinnmarge stieg zuletzt im Vergleich zum Vorjahresquartal um zwei Prozentpunkte auf 43,4 Prozent.
Saskia Brintrup / dpa
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