Montag, 20.04.2009 14:14

Überraschung: Oracle vor Sun-Übernahme

aus dem Bereich Sonstiges
Im Kampf um den US-Computerkonzern Sun Microsystems hat es eine überraschende Wendung gegeben. Nachdem sich der weltgrößte Computerhersteller IBM vor kurzem zurückgezogen hat, bringt sich jetzt ein neuer Weltkonzern in Position.

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Oracle vor Übernahme

Der Softwarehersteller Oracle will jetzt den Konzern für insgesamt 7,4 Milliarden Dollar inklusive Schulden übernehmen. Je Sun-Aktie bietet der SAP-Konkurrent den Angaben vom Montag zufolge 9,50 Dollar und damit 42 Prozent mehr als das Papier am Freitag gekostet hatte. Das Sun-Management habe bereits eingewilligt, teilten die Unternehmen am Montag in Redwood Shores (US-Staat Kalifornien) mit. IBM hatte gezockt, nur knapp sieben Milliarden Dollar geboten und verloren.

Oracle ist vor allem an der Programmierplattform Java und dem offenen Betriebssystem Solaris interessiert. Das Unternehmen nutzt bereits beide Technologien für seine Produkte. Künftig könne man Firmenkunden als einziger Anbieter ein komplettes System von der Hardware bis zur Software liefern, sagte Oracle-Chef Larry Ellison. Dies senke die Kosten und steigere Zuverlässigkeit, Sicherheit und Leistung. "Die Übernahme von Sun verwandelt die gesamte IT-Branche".

Sun-Führung stimmt zu

Ellison, der sein Unternehmen mit zahlreichen Übernahmen zum zweitgrößten Softwarehersteller gemacht hat, rechnet damit, dass die Übernahme bereits im ersten Jahr den Gewinn steigern wird. Oracle ist der weltweit größte Anbieter von Datenbank-Software. Sun Microsystems ist auf den Bau von Großrechnern (Server) spezialisiert. Die Führung von Sun Microsystems unterstützt die Übernahme. "Oracle und Sun sind Industriepioniere gewesen und enge Partner seit mehr als 20 Jahren", sagte Sun-Chairman Scott McNealy. Die Übernahme sei eine "Evolution" der bestehenden Beziehung.
Hayo Lücke / dpa
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