Netbooks zeichnen sich nicht nur durch ihre Basis-Hardware für einfachere Anwendungen und ihre kompakten Maße, sondern auch durch einen günstigen Preis aus. Daher liefen die ersten Netbooks auch mit Linux, während die aktuellen Modelle größtenteils auf Windows XP setzen.
Vista blieb eher die Ausnahme, während der Nachfolger
Windows 7 von Microsoft schon in speziellen Netbook-Bundles verplant wird. Neue Konkurrenz ist aber in Form von Android unterwegs.
Konkurrenzdruck
Sowohl
HP als auch
Asus testen das von Google initiierte Android für kleine Netbooks. Um konkurrenzfähig zu bleiben, muss Microsoft sein
Betriebssystem weiter verbreiten – und zwar zum guten Preis. Auf der
CeBIT hatte der Konzern bereits die Windows 7 Starter Edition angekündigt, die auf den Mini-
Notebooks zum Einsatz kommen soll. Preislich soll diese
auf dem Niveau der Windows XP Lizenz liegen. Wie viel Microsoft pro verkaufter Netbook-Lizenz erhält, blieb unklar.
Upgrade gegen Gebühr
Das "Wallstreet Journal" (WSJ) berichtet jetzt, dass der Software-Hersteller weniger als 15 US-Dollar (rund 11,60 Euro) bekommt, wenn man die Rabatte berücksichtigt. Eine Vista-Lizenz für Desktop-
PCs spüle hingegen 50 bis 60 Dollar in die Kassen. Die Windows 7 Starter Edition soll nun XP als einfacheres und zuverlässigeres Betriebssystem ablösen, birgt aber auch Nachteile. Wie onlinekosten.de bereits berichtete, kann die
abgespeckte Version nur drei Applikation gleichzeitig ausführen und beinhaltet keinen Multimedia-Center.
Wer sich damit nicht zufrieden geben möchte, soll dem Bericht des WSJ zufolge gegen eine Gebühr upgraden können. Diese hochwertigere Variante sei bereits auf dem Netbook vorhanden und werde dann freigeschaltet. Wie tief der Kunde für diese Option in die Tasche greifen soll, ist nicht bekannt. Acer und Intel hatten sich bereits skeptisch gezeigt und eingeräumt, dass es für Microsoft schwierig werden könnte, die Kunden zur Zahlung für weitere Features zu überzeugen.