Das soziale Online-Netzwerk Facebook lässt seine Mitglieder über seine Nutzungsregeln abstimmen. Zur Auswahl stünden die ursprüngliche und eine überarbeitete Fassung.
Letztere berücksichtige Verbesserungsvorschläge von Mitgliedern, erklärte das US-amerikanische Unternehmen am Freitag in San Francisco.
30 Prozent Wahlbeteiligung
Facebook hatte sich im Februar das Recht sichern wollen, Daten, Fotos und Videos der Nutzer "unwiderruflich" und zeitlich unbegrenzt nutzen zu können. Nach massiven
Protesten von Mitgliedern und Datenschützern setzte der Betreiber zunächst die alten Regeln wieder in Kraft und rief dazu auf, an einem neuen Konzept mitzuwirken.
Man wolle das Abstimmungsergebnis akzeptieren, wenn 30 Prozent der "aktiven Nutzer" sich beteiligten, teilte das Unternehmen mit. Dazu zählen alle, die sich in den vergangenen 30 Tagen eingeloggt haben. Die Abstimmung endet am 23. April. In sozialen Online-Netzwerken können Nutzer ihr Profil veröffentlichen, mit anderen Mitgliedern in Kontakt treten sowie Fotos, Videos und Informationen austauschen. Facebook ist mit rund 200 Millionen Mitgliedern nach dem US-Rivalen MySpace der weltweit zweitgrößte Anbieter.
Firmenchef
Mark Zuckerberg hatte im Februar betont, Facebook wolle die Daten nicht kommerziell verwenden. Die Änderungen seien notwendig, damit das Netzwerk Informationen eines Nutzers - etwa Kommentare - auch dann zeigen könne, wenn dieser sein Profil lösche.