Die Deutsche
Telekom hat ihren Werbeauftrag für das
Videoportal 3min im US-amerikanischen Online-Netzwerk Facebook wegen rechtsextremer und antisemitischer Einträge zurückgezogen. Für weitere Produkte werbe die Deutsche Telekom nicht auf Facebook, sagte eine Unternehmenssprecherin am Freitag auf Anfrage.
Neben rechtsradikalen Inhalten platziert
Die Anzeige für das Portal sei "neben rechtsradikalen, Hitler verherrlichenden Seiten" erschienen. Deshalb habe man die Werbung eingestellt. Zudem habe man bei Facebook angefragt, warum nicht garantiert werden könne, nicht neben solchen Inhalten aufzutauchen. Bislang gebe es noch keine Antwort, sagte die Telekom-Sprecherin.
Reaktion von Facebook
Eine Facebook-Sprecherin in Deutschland verwies darauf, dass der Konzern schnellstmöglich reagiere, wenn rassistische Seiten gemeldet würden. "Aufmerksame Benutzer, die solche Inhalte melden, sind die effektivste Methode, um solche Seiten zu vermeiden", sagte die Sprecherin. Facebook arbeite zudem mit einem automatischen Softwaresystem, das nach verbotenen Inhalten sucht.
Blogger hatten in einem offenen Brief rund 200 Seiten, Gruppen und Portale mit rechtsextremem Inhalt aufgelistet und ins Netz gestellt. Daraufhin hatten die Betreiber des Online-Netzwerks Facebook einige Einträge gesperrt. Dennoch waren auch danach auf dem Portal noch einschlägige Inhalte zu finden.