Das Video-Portal
YouTube mag in Deutschland Probleme bei der Lizensierung von Inhalten haben, in den USA scheint es da besser zu laufen: Im offiziellen Blog des Unternehmens wurde nun angekündigt, ab sofort auch TV-Serien und Spielfilme zu zeigen.
Hulu.com macht es vor
Seit einem Jahr ist in den USA die werbefinanzierte Plattform
Hulu.com online und zeigt sehr erfolgreich kostenlos Serien, Filme und Sport. Bislang war auf YouTube hingegen nichts dergleichen zu finden, es sei denn, ein User stellte einen Mitschnitt online. Jetzt führt die Google-Tochter die neuen Kategorien
Shows und
Movies ein, die bislang nur durch einen Direkt-Link aufgerufen werden können.
Partner wie CBS, MGM, Lionsgate und einige andere hätten dort bereits Tausende von Serienepisoden und Filmen zur Verfügung gestellt. Ein kurzer Blick auf das Angebotene zeigt, dass viele große Produktionsstudios noch nicht mit an Bord und hauptsächlich ältere Produktionen zu sehen sind. Bei den TV-Serien sind dies beispielsweise "Eine schreckliche nette Familie", "T.J. Hooker" oder "ALF". Unter den Spielfilmen finden sich keine Blockbuster, bekannt sind vielleicht Streifen wie "Cliffhanger" mit Sylvester Stallone (1993), "Thunderheart" mit Val Kilmer (1992) oder der Stephen King Klassiker "Carrie" (1976).
Bislang nur in USA
Neu bei YouTube: Serien und Filme.
Screenshot: onlinekosten.de
Den Horror-Klassiker "Night of the Living Dead" aus dem Jahr 1968 kann sich sogar ein User aus Deutschland anschauen - was für die meisten anderen Inhalte leider nicht zutrifft. Die Filme und Serien sind vorerst nur für die USA freigegeben, weitere Regionen sollen aber laut YouTube so bald wie möglich folgen.
Die Werbung, mit der das Angebot finanziert werden soll, wird als kurzer Clip während der jeweiligen TV-Folge oder des Spielfilm eingestreut und sei damit laut YouTube mit den aus dem klassischen Fernsehen bekannten Unterbrechungen vergleichbar. Bei der Vermarktung will Betreiber Google aber künftig nicht mehr nur auf Werbung setzen. Auf Dauer seien auch Bezahlmodelle möglich, sagte Google-Chef Eric Schmidt. Er brachte unter anderem das sogenannte Micro-Payment ins Spiel - Nutzer überweisen dabei geringe Beträge für den Abruf eines Videos.
Genauere Angaben, wann das neue Angebot erweitert und auch in Europa verfügbar sein wird, wurden bislang nicht gemacht.