Freitag, 17.04.2009 09:46

Weltweiter PC-Markt bricht weiter ein

aus dem Bereich Sonstiges
Der weltweite PC-Markt ist im ersten Quartal eingebrochen. Der Absatz sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent auf 67,2 Millionen Geräte weltweit zurückgegangen, berichtete das Marktforschungsunternehmen Gartner am Donnerstag in Stamford (US-Bundesstaat Connecticut) auf Grundlage vorläufiger Zahlen. In der Region EMEA, die neben Europa auch den Nahen Osten und Afrika einschließt, sanken die Verkäufe um 10,2 Prozent. Mit Ausnahme der günstigen Netbooks waren alle Segmente von dem Rückgang betroffen. Marktführer bleibt der US-Hersteller Hewlett-Packard.

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Netbooks als Lichtblick

Der Nachfrageschwund traf laut Gartner sowohl das Verbraucher- als auch das Geschäftskundensegment. Einziger Lichtblick waren die Netbooks, die schon in den Vormonaten den Markt angetrieben hatten. "Günstige mobile PCs bleiben in den meisten Regionen der Wachstumstreiber", sagte Gartner-Analyst Mikako Kitagawa. Allerdings sei bei diesen Geräten ein deutlicher Umsatzrückgang zu erwarten, weil die durchschnittlichen Verkaufspreise sänken.

Ob der Abwärtstrend weitergeht, lässt sich derzeit noch nicht sagen. "Es ist noch unklar, ob der globale PC-Markt die Talsohle durchschritten hat", sagte Gartner-Analyst George Shiffler. Es deute zwar einiges darauf hin, dass die Unternehmen vor allem in den USA ihre Bestände wieder aufstockten, dies könne jedoch noch nicht als Erholung gewertet werden.

Hewlett-Packard mit großem Vorsprung Marktführer

Hewlett-Packard hat seinen Vorsprung als Marktführer ausgebaut. Laut Gartner stammte jeder fünfte Rechner von dem US-Hersteller (19,8 Prozent Marktanteil). Dell verlor weiter an Boden und teilt sich bei rund 13 Prozent Marktanteil den zweiten Platz mit Acer. Während der US-Konzern unter der Schwäche seines Heimatmarktes litt, profitierten die Taiwanesen vom Boom der Mini-Notebooks. Der PC-Markt verzeichnete sechs Jahre in Folge hohe, zumeist zweistellige Wachstumsraten, stagnierte aber im letzten Quartal 2008.
Jörg Schamberg / dpa
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