Die Beschäftigten des Internet-Konzerns Yahoo! müssen nach einem Pressebericht abermals um ihre Jobs bangen. Die seit Jahresbeginn amtierende Chefin Carol Bartz werde eine neue Runde bei den Stellenstreichungen einläuten, schreibt die "New York Times" am Mittwoch in ihrer Internet-Ausgabe. Die Zeitung beruft sich dabei auf mehrere mit der Situation vertraute Personen. Demnach könnten einige Hundert Beschäftigte betroffen sein. Ein Unternehmenssprecher lehnte einen Kommentar ab.
Sorgenkind Yahoo!
Yahoo! ist seit Jahren ein Sorgenkind der Internetbranche. Managementfehler und das Erstarken des Konkurrenten Google haben dem Internet-Urgestein schwer zugesetzt. So verlor Yahoo! im vergangenen Jahr laut Marktforschern die Marktführerschaft in der Heimat, das schwache Europageschäft sorgte im Schlussquartal für einen hohen Verlust. Nachdem bereits zu Beginn des vergangenen Jahres 1.000 Mitarbeiter gehen mussten, folgten gegen
Ende des Jahres weitere 1.400. Ende 2008 hatte Yahoo! noch 13.600 Beschäftigte.
Das Unternehmen verdient sein Geld hauptsächlich mit Online-Werbung, die in Krisenzeiten zurückgefahren wurde.
Saskia Brintrup
/ dpa