Was für teure Markenturnschuhe gilt, ist offenbar auch beim iPod Shuffle von
Apple der Fall: niedrigen Produktions- und Komponentenkosten steht ein vergleichsweise hoher Verkaufspreis gegenüber, berichtet die "BusinessWeek" in Berufung auf das private US-Institut "iSuppli".
28 Prozent des Verkaufspreises
"iSuppli" hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unterhaltungselektronik zu untersuchen und anschließend die tatsächlichen Teilekosten der Geräte zu ermitteln. Auch der iPod Shuffle wurde dafür auseinandergebaut und alle Bestandteile in ihrem Wert geschätzt. Die meisten Teile für iPod und iPhone stammen dabei von Samsung und werden äußerst günstig produziert. So kostet etwa der Hauptsteuerchip für die Musikfunktionen in einem iPod Shuffle mit vier Gigabyte Speicher nur rund sechs Dollar, während das gesamte Gerät für 79 Dollar im Handel steht. Alle Komponenten des
MP3-Players inklusive Kopfhörer und Verpackung sind laut "iSuppli" knapp 22 Dollar wert. Dies entspricht etwa 28 Prozent des tatsächlichen Verkaufspreises.
Auch wenn zu den Kosten des Herstellungsprozesses noch andere Ausgaben - etwa für Design, Softwareentwicklung, Herstellung und Transport - hinzukommen, ist die Profitspanne eines iPod Shuffle damit relativ hoch. Zudem ist das
neue Modell mit Sprachansage um die Hälfte kleiner als der Vorgänger und damit noch kostengünstiger für Apple. Da viele Produkte des beliebten Herstellers demgegenüber mit üppigen Preisen zu Buche schlagen, konnte
Apple zuletzt im vierten Quartal 2008 einen Rekordumsatz erzielen.
Christian Wolf