Nachdem viele Privatkunden und Unternehmen
den Umstieg von Windows XP auf Windows Vista gescheut haben, setzt Microsoft voll auf sein neues
Betriebssystem Windows 7. Doch auch hier will keine rechte Wechselstimmung beim Kunden aufkommen. Wie die "New York Times" und "InformationWeek" berichten, wollen laut einer neuen US-Studie 83 Prozent der befragten Unternehmen nicht innerhalb der ersten zwölf Monate nach der angestrebten
Veröffentlichung im Jahr 2010 auf den
Vista-Nachfolger umsteigen.
Die Mehrheit weigert sich vorerst
So planen derzeit 42 Prozent der mehr als 1.100 Firmen einen Umstieg frühestens zwölf bis 24 Monate nach dem Verkaufsstart, weitere 24 Prozent wollen zwischen zwei und drei Jahre warten und 17 Prozent sehen sogar noch länger keinen Grund für einen Wechsel auf Microsoft's neues Flaggschiff. Weitaus bedenklicher für den Redmonder Softwarekonzern ist allerdings, dass rund die Hälfte aller Befragten über die Installation eines anderen Betriebssystems als
Windows nachdenkt oder zumindest bereits einmal nachgedacht hat. Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2007 mit 44 Prozent und 42 Prozent im vergangenen Jahr.
Vista strahlt negativ auf den Nachfolger
Als Hauptgründe für die mangelnde Wechselbereitschaft nannten die Unternehmen ihre schlechte ökonomische Lage und mögliche Kompatibilitätsprobleme der verwendeten Software mit Windows 7. Das schlechte Image von Windows Vista als Betriebssystem mit hohem Ressourcenverbrauch, aufdringlichen Sicherheitshinweisen und mangelnder Kompatibilität zu älteren Programmen strahlt damit auch auf den Nachfolger. Während das in die Jahre gekommene Windows XP in den USA statistisch gesehen immer noch auf sieben von zehn Firmen-PC's eingesetzt wird, läuft Vista nur auf einem.
Microsoft kann dennoch hoffen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Windows 7 hat gegenüber Vista bereits als
Beta ein deutlich positiveres Feedback bekommen. Zudem läuft die Zeit von Windows XP nun definitiv ab. So ist der kostenfreie Support von Microsoft am Dienstag bereits eingestellt worden. Zwar bleibt die kostenpflichtige Unterstützung noch bis 2014 gesichert, jedoch dürften die IT-Verantwortlichen zumindest darüber nachdenken, ob sich dann nicht doch eher ein Umstieg auf ein neues Produkt lohnt.