Die Menschen in Deutschland greifen immer öfter zum
Handy. Jeder Bundesbürger telefonierte im vergangenen Jahr im Schnitt rund 30,5 Stunden mobil, eine Steigerung um etwa zehn Prozent. Dies berichtete der Hightech-Verband BITKOM am Montag in Berlin. "Für dieses Jahr wird ein ähnlich hohes Wachstum erwartet", heißt es in einer Pressemitteilung. Der Verband stützt sich dabei auf Erhebungen der Bundesnetzagentur.
Flatrates sorgen für Boom
"Günstige
Flatrates und Volumentarife haben seit 2006 zu einer starken, kontinuierlichen Zunahme der Handy-Gespräche geführt", betonte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Viele Pauschalangebote umfassten mittlerweile auch Gespräche ins Festnetz. Daher liege die Zahl der Gesprächsminuten, die aus Mobilfunknetzen abgehen, seit 2006 deutlich über der Summe der dort ankommenden Minuten, erläuterte Scheer.
"Insgesamt hat sich die Telefonie mit dem Handy in Deutschland zwischen 1999 und 2008 beinahe verfünffacht und seit 2005 fast verdoppelt", heißt es weiter. Ende 2008 gab es in Deutschland mehr als 107 Millionen Handy-Verträge. Damit kommen laut BITKOM auf jeden Bürger im Schnitt 1,3 Mobiltelefonanschlüsse. Nach Angaben von Eurostat telefonierten zum Jahresende 2007 gut elf Prozent aller deutschen Haushalte ausschließlich per Mobiltelefon.
Hayo Lücke
/ dpa