Der Großvater des 13-jährigen Schülers Maximilian Reif aus Stadtbergen bei Augsburg leidet an Alzheimer. Der technisch begabte Jugendliche wollte seine Großmutter dabei unterstützen, ihren Mann wiederzufinden, wenn dieser sich wieder einmal verlaufen hat. Der Schüler entwickelte dazu eine einfache, aber effektive Handy-Software zur Ortung von Personen und Gegenständen.
Ortung per GPS-Handy
Dafür zeichnete ihn das Berliner Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) mit dem Sonderpreis Mobilfunk im Rahmen der Landeswettbewerbe von "Jugend forscht" aus. Für die Personensuche wird ein GPS-fähiges Mobiltelefon benötigt, auf dem die
X-Finder getaufte Software installiert wird. Die vermissten Personen müssen dieses
Handy dann lediglich bei sich tragen. Angehörige oder Freunde können eine einfache
SMS an das Handy senden, das daraufhin eine Kurzmitteilung mit den genauen Koordinaten zurücksendet. Mit Hilfe des
Internet-Routenplaners
Google Maps kann dann der Standort des Vermissten bestimmt werden. Theoretisch funktioniert die Suche nach Angaben des Schülers auch für vermisste Haustiere oder Gegenstände. In diesen Fällen müsste das Handy allerdings an Hund oder Katze beziehungsweise dem Gegenstand befestigt sein.
Verbesserungen der Handy-Software geplant
Der Achtklässler möchte nach dem Abitur gerne Informatik studieren und plant bereits Verbesserungen für seine Handy-Software. Denkbar sei etwa eine Information darüber, wer sich am nächsten am Aufenthaltsort eines Vermissten befindet, wenn mehrere Personen an der Suche beteiligt sind.
Die Ortung per Handy ist indes nicht ganz neu. Etliche Anwendungen dazu finden sich bereits auf dem Markt. Anfang Februar hatte etwa Google seinen
Handy-Service Google Latitude gestartet. Anhand einer Karte auf dem PC oder Handy können
Personen auch mit dem AOL Friendsfinder geortet werden.