Donnerstag, 02.04.2009 12:03

Netzagentur: Jeder zweite Haushalt hat Breitband

aus dem Bereich Breitband
Bereits mehr als jeder zweite Haushalt in Deutschland verfügt über einen leistungsfähigen Breitbandanschluss für modernen Informationsaustausch wie das Internet.

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22,6 Millionen Anschlüsse

Ende 2008 gab es insgesamt etwa 22,6 Millionen solcher Anschlüsse, wie die Bundesnetzagentur am Donnerstag in Bonn mitteilte. Damit seien etwa 57 Prozent der Haushalte versorgt. Zwischen Juli 2007 und Juli 2008 habe Deutschland mit rund 4,2 Millionen neuen Breitbandanschlüssen den höchsten absoluten Zuwachs in Europa verbuchen können und liege deutlich vor anderen großen Flächenländern wie Frankreich, Großbritannien und Italien.

Auch die Zahl der DSL-Anschlüsse stieg im Jahr 2008 mit einem Plus von 2,4 Millionen weiter. Ende des Jahres waren rund 20,9 Millionen DSL-Anschlüsse in Betrieb.

Der weitere Ausbau der Breitbandversorgung stehe im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses, da ein schneller Informationsaustausch über leistungsfähige Breitbandnetze ein wesentliches Fundament für wirtschaftliches Wachstum darstelle. Die Bundesregierung habe sich mit ihrer Breitbandstrategie das Ziel gesetzt, durch ein Bündel von Maßnahmen flächendeckend Breitbandanschlüsse verfügbar zu machen und so die bisherigen Versorgungslücken zu schließen. Allerdings hat die Telekom inzwischen angekündigt, ihre Ausbaupläne zu überdenken. Grund: die Bundesnetzagentur hat zum 1. April den Mietpreis für die Teilnehmeranschlussleitung, die so genannte letzte Meile, auf 10,20 Euro monatlich gesenkt. Für die Telekom sei dies ein Investitionshemmnis.

Beschleunigte Frequenzvergabe

Dazu werde auch der Einsatz von Funktechnologien beitragen. Eine besondere Bedeutung komme in diesem Zusammenhang Frequenzen im Spektrum von 790 bis 862 Megahertz zu, die bislang von Rundfunk und militärischen Bedarfsträgern genutzt wurden. Die Entscheidung im Bundesrat über die Nutzung dieser sogenannten digitalen Dividende stehe zwar noch aus. Die Bundesnetzagentur habe jedoch schon jetzt erste Eckpunkte für die Vergabe der Frequenzen entwickelt, um dieses Potential schnellstmöglich zu nutzen und auf diese Weise die Versorgung der Bevölkerung mit breitbandigen Internetanschlüssen zu fördern.
Michael Posdziech
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