Aus dem aktuellen Mobilfunkstandard
HSPA ist immer noch mehr Geschwindigkeit rauszuholen. Der Telekommunikationskonzern Ericsson steigert jetzt die Übertragungsrate im Downlink auf 56 Megabit pro Sekunde (Mbit/s).
Multi-Carrier-Technik
Mit der weltweit ersten Vorführung der HSPA Multi-Carrier MIMO-Technologie bricht
Ericsson seinen eigenen HSPA-Weltrekord von 42 Mbit/s. Auf der Ausstellung CTIA Wireless, die vom 1. bis 3. April in Las Vegas stattfindet, soll diese Demonstration gezeigt werden. Sie basiert auf der Vorabversion eines mobilen, HSPA-fähigen Breitbandrouters von Ericsson. Über diesen sollen mehrere Nutzer auf einen einzigen Anschluss zugreifen und so die Hochgeschwindigkeitsverbindung effizient nutzen können.
Die Steigerung der Datenrate werde durch den Einsatz der MIMO-Mehrantennen-Technologie (Multiple-Input-Multiple-Output) in Verbindung mit der HSPA Multi-Carrier-Technologie, mit der Daten gleichzeitig über zwei Frequenzkanäle empfangbar sind, erreicht. Dadurch lassen sich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten und eine bessere Ausnutzung der verfügbaren Frequenzspektren erzielen, wodurch die Netzkapazität steige.
Weitere Steigerungen möglich
Durch die Verbindung dieser Technologien sollen Downlinkraten von 168 Mbit/s möglich werden. Die Geschwindigkeitserhöhung mache die Nutzung von mobilen Breitbandverbindungen noch komfortabler, auch wenn mehrere Anwender gleichzeitig in einer Funkzelle online gingen.
Die kommerzielle Einführung der HSPA Multi-Carrier-Technologie in Verbindung mit MIMO, die derzeit standardisiert wird, sei für das Jahr 2010 vorgesehen. Auch der
UMTS-Nachfolgestandard
Long Term Evolution (LTE) soll laut Ericsson im nächsten Jahr an den Start gehen. Bereits Ende 2009 werde die Multi-Carrier-Technologie mit maximalen Geschwindigkeiten von 42 Mbit/s kommerziell bereitgestellt - eine Technologie, die Ericsson kürzlich auf dem Mobile World Congress in Barcelona gezeigt hatte.