Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat in München erstmalig den
Deutschen Computerspielpreis verliehen. Insgesamt wurden in neun Kategorien Spielhersteller und -entwickler sowie eine Universität und eine Schule ausgezeichnet.
Fantasy-Rollenspiel Sieger
Dafür waren Preisgelder von insgesamt 600.000 Euro vorgesehen, die vom Kulturstaatsminister sowie den ausrichtenden Verbänden des Deutschen Computerspielpreises G.A.M.E., BIU., BVDW und der Bitkom jeweils zur Hälfte zur Verfügung gestellt werden. Die Preisgelder sind an die Förderung und Entwicklung weiterer hochkarätiger
Computerspiele gebunden, teilte das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung in Berlin mit.
Den mit insgesamt 150.000 Euro dotierten Hauptpreis "Bestes Deutsches Spiel" überreichte Neumann für das Fantasy-Rollenspiel "Das schwarze Auge - Drakensang" an dtp entertainment und Radon Labs. Zudem wurde das Spiel in der Kategorie "Bestes Jugendspiel" mit einem Preis von 75.000 Euro prämiert. In seiner Ansprache betonte Neumann, im Hinblick auf die
aktuelle Diskussion über Computerspiele und besonders über Gewalt in der digitalen Welt sei es wichtig, dass Bundesregierung und Bundestag gemeinsam mit der Spielbranche ein Zeichen setzten.
"Wir wollen Orientierung geben, und wir wollen Maßstäbe für Qualität und für Verantwortungsbewusstsein setzen und das gilt für die Seite der Spielentwickler ebenso wie für die Seite der Nutzer", sagte der Staatsminister laut vorab verteiltem Pressetext. Verbote allein reichten nicht aus, um Gefahren abzuwehren.