Freitag, 27.03.2009 13:48

Alarmstufe Rot: Conficker-Wurm vor neuer Attacke

aus dem Bereich Sonstiges
Der hartnäckige Computerwurm Conficker hält Sicherheitsexperten in diesen Tagen weltweit in erhöhter Alarmbereitschaft. Für den ersten April wird ein neuer Ausbruch des Schädlings erwartet. Was dann genau passieren wird, sei bislang aber überhaupt nicht klar, sagte der Karlsruher Antiviren-Experte Christoph Fischer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Schädling sei "sehr clever" programmiert. Die Zielrichtung der Angriffe könne sich auch schlagartig wieder ändern. "Im Moment stehen aber alle Gewehr bei Fuß."

Anzeige
"Neue Dimension"

"Bei Conficker zeigt sich eine völlig neue Dimension der Aggressivität", sagte Fischer. Auch die Größenordnung seiner Selbstverteidigung stelle die Antiviren-Industrie vor erhebliche Probleme. Anders als andere Computerschädlinge kann sich Conficker auch über Wechseldatenträger wie externe Festplatten oder USB-Sticks weiter verbreiten. Er erzeugt immer wieder neue Varianten von sich selbst und versucht mit leichten Veränderungen, die Hersteller von Antiviren-Software auszutricksen.

Schadcode und neue Befehle lädt der Schädling über selbst generierte Internet-Adressen (Domänen) nach. Dabei greift er aber nicht wie bislang üblich auf 20, sondern auf bis zu 50.000 Websites zu. "Das ist eine Größenordnung an Selbstverteidigung, die der Industrie erhebliche Probleme bereitet", sagt Fischer. Microsoft sei es zusammen mit Partnern inzwischen gelungen, den dahinter steckenden Algorithmus zu analysieren, sagte Thomas Baumgärtner, Sicherheitsexperte von Microsoft. Die Experten wollen damit nun die Websites abgreifen und direkt an die Hersteller von Antiviren-Software zur Analyse leiten.

Millionen infizierte Rechner

Conficker ist seit vergangenem Herbst weltweit unterwegs und hat sich ursprünglich über eine Sicherheitslücke in Microsofts Betriebssystem Windows in die Computer eingenistet. Seit Oktober 2008 stellt Microsoft einen Patch zum Schließen des Lecks zur Verfügung. Wie viele Computer bereits befallen wurden, ist selbst unter Experten umstritten. "Wir gehen, konservativ geschätzt, von weltweit drei Millionen Rechnern aus", sagt Baumgärtner. Zu den Opfern zählten bislang große Medienhäuser, die Bundeswehr, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen, wie zuletzt die Verwaltung der Stadt Lüneburg.
Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

Internet per Flat
Ob per Kabel oder mit VDSL: Erst eine Flat bringt richtig Spaß beim Surfen über die schnellen Internetleitungen.
Jetzt die Kabel-Angebote vergleichen oder neben der T-Home VDSL Verfügbarkeit die 1und1 VDSL und Vodafone VDSL Verfügbarkeit prüfen.
Alle günstigen Tarife hier in unserem DSL Preisvergleich.
Neue Handy-Modelle
Moderne Smartphones werden immer beliebter. Viele Hersteller versuchen dabei dem Erfolg des Apple iPhone nachzueifern. Ein Touchscreen Handy ist heute bereits nichts außergewöhnliches mehr.
Im Gegenzug sinken die Preise für klassische Geräte wie ein Klapphandy oder schlichte Slider-Modelle. Neue Handys stellen wir regelmäßig vor.
DSL Speedtest
Schnelles DSL bestellt, aber es geht nur im Schneckentempo voran?
Mit dem Speedtest jetzt die DSL Geschwindigkeit prüfen.
Mehr Speed bietet ein VDSL-Anschluss: Die Vodafone VDSL Verfügbarkeit kann hier ebenso geprüft werden, wie T-Home VDSL, Alice VDSL oder die 1und1 VDSL Verfügbarkeit.
Aktuelle DSL Angebote hier im Vergleich.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs