Der Telekommunikationskonzern
freenet hat das vierte Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres mit einem deutlichen Kundenverlust abgeschlossen. Nachdem Mitte Februar bereits
vorläufige Finanzzahlen vorgelegt worden waren, legte das Büdelsdorfer Unternehmen am Donnerstag den finalen Geschäftsbericht vor. Daraus geht hervor, dass freenet zwischen Oktober und Dezember vergangenen Jahres 1,27 Millionen Kunden verloren hat.
120.000 neue Vertragskunden
Der Großteil des Kundenverlustes resultiert aus der Aufgabe auf dem niederländischen Mobilfunk-Markt. Das allein kostete freenet 690.000 Kunden. Darüber hinaus mussten 320.000 Prepaid-Kunden aus dem Kundenbestand gestrichen werden. Allerdings: im Vertragskunden-Segment konnte freenet 120.000 neue Kunden gewinnen. Insgesamt wurden Ende 2008 19,12 Millionen Mobilfunk-Kunden betreut - davon 8,83 Millionen Vertragskunden.
Weiterhin rückläufig ist auch das Geschäft mit Internet-Kunden. Im Schmalband-Segment verlor freenet im vierten Quartal 330.000 Kunden und betreut nur noch 1,41 Millionen Modem- oder ISDN-Surfer. Wenig besser sieht es im
DSL-Geschäft aus, das freenet
bereits abgeschrieben hat. Weitere 110.000 Kunden kündigten ihre Verträge und drückten den DSL-Gesamtkundenbestande auf unter eine Million. Nur noch 940.000 DSL-Kunden waren Ende 2008 bei freenet registriert. Die Zahl der Webhosting-Kunden legte um 30.000 auf 1,29 Millionen zu.
Plan besteht weiter: DSL-Geschäft verkaufen
Freenet will sich künftig noch stärker auf die Kerngeschäftsfelder
Mobilfunk und
mobiles Internet konzentrieren. Von den Plänen, das verlustreiche DSL-Geschäft zu verkaufen, will Freenet nicht abrücken, räumte aber ein, dass sich der Verkauf länger hinziehe als erwartet. Zu berücksichtigen ist auch: je weniger DSL-Kunden freenet vorweisen kann, desto geringer dürfte der Verkaufspreis ausfallen. Falls kein angemessener Preis zu erzielen sei, könne freenet die Sparte auch behalten, heißt es seitens freenet.