Wenn es darum geht, in der Freizeit das
Handy zu nutzen, sind in Europa unter anderem die Österreicher sehr begeisterungsfähig - auch aufgrund günstiger Tarife. Nun wird darüber hinaus eine technische Europa-Premiere gefeiert. Mobilkom Austria (A1) hat nach eigenen Angaben als erster europäischer Netzbetreiber den kommerziellen Betrieb von HSPA+ gestartet. Mit der
HSDPA-Erweiterung sind mobile Datenübertragungen von bis zu 28,8 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich.
Downloads immer schneller
Ab sofort werden Übertragungsraten von bis zu 21 Mbit/s ermöglicht, im Laufe des Jahres soll die Download-Bandbreite aber auf 28,8 Mbit/s gesteigert werden. Los geht es im 10. Bezirk von Wien, der als bevölkerungsreichster Bezirk der österreichischen Hauptstadt gilt. Nach und nach sollen weitere Basisstationen mit HSPA+ ausgestattet werden und das schnelle
Surfen mit dem
Notebook ermöglichen. Die passende Netztechnik stellt Ericsson zur Verfügung, ein Datenmodem wird ab 49 Euro angeboten.
Auch der Upload-Turbo kommt
Die Aufrüstung des Netzes ist aber mit der Einführung von HSPA+ nicht abgeschlossen. Bis Ende des Jahres sollen 90 Prozent des A1-Netzes mit
UMTS/HSDPA versorgt sein. Parallel dazu wird in besonders gefragten Gebieten
HSUPA 5.7 zur Verfügung gestellt. Der Name ist dabei Programm: Daten-Uploads mit bis zu 5,7 Mbit/s werden möglich. Die Nachfrage ist offensichtlich da: im Januar wurden über bei Mobilkom Austria zum ersten Mal mehr als zehn Terabyte an Daten an einem einzigen Tag übertragen. Das entspreche 30 Millionen durchschnittlichen Webseiten, so der
Provider.
International zählt Österreich zu den Vorreitern bei
mobilem Internet. In fast jedem dritten Haushalt gibt es bereits Kunden, die es nutzen. In vier von fünf Haushalten besteht die Absicht, mobil online zu gehen. Im A1-Netz hat sich die Zahl der
Breitband-Nutzer von Ende 2006 bis Ende 2008 von 120.000 auf 400.000 mehr als verdreifacht.