Inmitten der Medienkrise hat das französische Online-Magazin
Mediapart das erste Jahr einigermaßen gut überstanden. Das Besondere an der
Internet-Seite: sie stellt ihre Inhalte anders als zum Beispiel onlinekosten.de nicht kostenlos zur Verfügung, sondern nur gegen ein monatliches Nutzungsentgelt.
Schwarze Zahlen ab 2011
Die Internetseite habe derzeit 17.200 zahlende Abonnenten, berichtete die Zeitung "Libération" (Montag). Chefredakteur Edwy Plenel, der zuvor für "Le Monde" gearbeitet hat, will 2011 schwarze Zahlen schreiben. "Die Gratis-Blase wird demnächst unter unseren Augen platzen", meint Plenel.
Das Online-Magazin hatte ein Startkapital von 3,7 Millionen Euro, ein Abonnement kostet neun Euro im Monat. Medipart verzichtet auf Werbung und verspricht seinen Lesern "Unabhängigkeit, Qualitätsjournalismus und Diskussionsbeteiligung". Die oft aufwendig recherchierten Artikel werden zunehmend auch von traditionellen Medien zitiert.
Hayo Lücke
/ dpa