Auch die FDP macht sich jetzt für ein
Gesetz zur für Sperrung kinderpornografischer Internetseiten stark. Für das Vorhaben von Familienministerin Ursula von der Leyen und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) müsse es eine gesetzliche Grundlage geben, forderte die innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz, in der "Berliner Zeitung" (Freitag). "Für Eingriffe in Grundrechte, wie dem Fernmeldegeheimnis und der Meinungsfreiheit, ist eine gesetzliche Regelung nötig", sagte sie. Ein Vertrag mit den Providern reiche für eine Blockade nicht aus.
Detalis am 25. März
Die
Provider - so von der Leyens Plan - sollen sich zunächst freiwillig in Verträgen mit dem Bundeskriminalamt dazu verpflichten, vom BKA ermittelte Seiten mit kinderpornografischem Inhalt zu sperren. Am 25. März will die Ministerin dann parallel dazu dem Kabinett Eckpunkte für eine gesetzliche Regelung vorlegen, damit letztlich gleiche Regeln für alle gelten und nicht immer wieder neue Vereinbarungen mit neuen Anbietern getroffen werden müssen.
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries sieht "erhebliche verfassungsrechtliche Risiken" bei dem Vorschlag ihrer Kollegin. "Sperrmaßnahmen im
Internet, egal zu welchem noch so berechtigten Zweck, betreffen Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger", schrieb sie jüngst in einem Brief an von der Leyen.
Hayo Lücke
/ dpa