Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) kontrolliert, was sich ihre Kinder im
Internet ansehen. "Der
Computer ist nicht etwas Privates, das das Kind allein besitzt. Er ist etwas Gemeinsames, wie das Telefon", sagte die Ministerin der Zeitschrift "Bunte".
Killerspiele in der Kritik
Sie müsse keine Telefonate mithören, "aber ich darf als Mutter wissen, mit wem meine Kinder telefonieren". Nach dem Amoklauf von Winnenden in der vergangenen Woche sind besonders Gewaltspiele für den Computer, die oft auch über das Internet gespielt werden, erneut in die Kritik geraten.
Eltern müssen nach Ansicht von der Leyens ihren Kindern verdeutlichen, welche Bedeutung das Internet hat. Sie erkläre ihren Söhnen und Töchtern immer: "Alles, was ihr ins Internet schreibt, ist so, als würdet ihr es auf dem Marktplatz von Hannover laut raus schreien. Jeder hört mit, jeder guckt mit."
Soziale Netzwerke ein Risiko
Insbesondere Jugendliche gehen mit persönlichen Daten im weltweiten Datennetz sehr unvorsichtig um. In den vergangenen Wochen hatten unter anderem Marktforscher von Forsa Alarm geschlagen, dass in sozialen Netzwerken wie wer-kennt-wen.de oder studiVZ.net
zu viele Informationen preisgegeben werden. Die Portalbetreiber hatten sich ihrerseits bereiterklärt,
für mehr Datenschutz sorgen zu wollen.