Im November 2004 in Nordamerika, im Dezember in Japan und schließlich im März 2005 in Europa: Vor rund vier Jahren erschien der original
Nintendo DS und startete einen neuen Trend bei portablen
Spielekonsolen.
Zwei Displays und Touchscreen
Inzwischen hat der japanische Unterhaltungskonzern 100 Millionen Exemplare aus der DS-Familie weltweit unter die Leute gebracht. Offiziell wurde dieser Meilenstein am 6. März erreicht, wo auf der Welt dieses Jubiläums-Stück verkauft wurde, scheint aber nicht nachvollziehbar zu sein.
Die erste Version des Nintendo DS war vom Start weg ein Erfolg. Mit zwei Bildschirmen und der Steuerung via Touchscreen und Mikrofon ergaben sich Spielemöglichkeiten, wie sie bis dahin bei Handhelds unbekannt waren. Mit dem Nintendo DS Lite folgte 2006 das etwas elegantere und vor allem schlankere Modell. Dessen Nachfolger, der
Nintendo DSi, wird in Japan bereits seit November letzten Jahres erfolgreich verkauft und soll in Europa ab dem 3. April erhältlich sein. Das neue Gerät verfügt über zwei integrierte Kameras und kann beispielsweise Musikdateien aufnehmen, bearbeiten und abspielen. Vor allem soll es seinen Nutzern ermöglichen, ihre Spielkonsole mit persönlichen Inhalten individuell zu gestalten.
Ab 3. April auch in Europa: Der Nintendo DSi.
Bild: Nintendo
Innovative Spielideen
Ein Garant für den Erfolg seien laut
Nintendo die innovativen Möglichkeiten, die den Nutzern durch die DS-Software geboten werden. Das zeige sich unter anderem an den gleichermaßen erfolgreichen Verkaufszahlen für die verschiedenen Nintendo DS-Spiele und Anwendungen. Neuartige Spielerlebnisse wie Nintendogs oder die Titel der Gehirn-Jogging-Serie hätten eine überraschende Entwicklung auf dem Videospielmarkt bewirkt. Denn mit ihnen erreichte das Videospiel über die traditionelle Käuferschicht der Jungs und jungen Männer hinaus erstmals auch Mädchen, erwachsene Männer und Frauen – sogar Senioren – in großer Zahl.
Laut Nintendo ging die mobile Spielkonsole im vergangenen Jahr rund 11,2 Millionen Mal in Europa über den Ladentisch und trug so, zusammen mit der stationären Konsole
Wii, zum Rekordumsatz 2008 entscheidend bei. Doch auch dies konnte einen
Gewinnrückgang für das laufende Geschäftsjahr um 17,9 Prozent auf 212,5 Milliarden Yen (rund 1,8 Milliarden Euro) aufgrund der Wirtschaftskrise und des starken Yen nicht verhindern.