Mittwoch, 11.03.2009 08:12

YouTube sperrt Musikfilme für Briten

aus dem Bereich Sonstiges
Und plötzlich ist Zapfenstreich: Weil sich das Internet-Portal YouTube nicht mit der britischen Musikindustrie einigen kann, hat die Google-Tochter kurzerhand für englische Nutzer den Zugriff auf Tausende Musikvideos gesperrt. Es geht wie so oft ums Geld: Nach übereinstimmenden Medienberichten kann sich YouTube nicht mit dem dortigen GEMA-Pendant PRS for music über die Lizenzgebühr einigen. Leidtragende sind die Nutzer: Sie schauen bis auf weiteres in die Röhre.

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YouTube: Nicht "Katze im Sack" kaufen

YouTube soll der britischen Verwertungsgesellschaft für Musikrechte vorwerfen, sie wisse nicht einmal, welche Künstler sie überhaupt vertrete. Die PRS wiederum kontert, das Video-Portal wolle mit der Sperrung niedrige Gebühren erpressen. Hintergrund ist der auslaufende Lizenzvertrag zwischen beiden Parteien aus dem Jahre 2007.

Öffentlich wurde die Auseinandersetzung durch einen Eintrag von YouTube-Manager Patrick Walker im Firmenblog. "PRS verlangt viel, viel mehr Lizengebühr als zuvor", heißt es dort ohne Nennung von Zahlen. Das ziehe finanzielle Verluste nach sich, die YouTube nicht stemmen könne. Außerdem beklagt das Portal nebulöse Aussagen, welche Beiträge konkret im Lizenzpaket enthalten sind. "Das ist, als wenn man einen Käufer bittet, eine unbeschriftete CD zu kaufen, ohne die Musiker darauf zu kennen."

PRS: "Schockiert" über Sperrung

PRS weist die Vorwürfe zurück und zeigt sich empört über den unangekündigten Schritt des Verhandlungspartners."Wir waren schockiert und enttäuscht über diese drastische Maßnahme. Sie trifft lediglich die britischen Nutzer und Songwriter, deren Interessen wir schützen", heißt es in einer Stellungnahme von Geschäftsführer Steve Porter. YouTube spricht von laufenden Verhandlungen. Ob dies der Fall ist, ist derzeit noch unklar.
Dorothee Monreal
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 Als Verwertungsgesellschaft Schockiert? (3 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Tobias Claren am 13.03.2009 um 16:10 Uhr
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