Das Windows-Grauen hat einen Namen:
Conficker. Wochenlang machte der weitverbreitete Computerwurm die IT-Welt nervös, befiel zahlreiche Netzwerke und hunderte
Bundeswehr-Rechner. Kaum verebbt, brandet die Welle nun erneut auf: Ein Update des Übeltäters bemächtigt sich offenbar der Anti-Viren-Programme und Analyse-Werkzeuge auf den Rechnern.
Windows macht's möglich
Wie das IT-Sicherheitsunternehmen Symantec mitteilt, nutzt die dritte Generation "W32.Downadup.C" wie seine Vorgänger "Conficker" und "Conficker B++" eine Lücke in Microsofts Betriebssystem Windows. Laut Symantec handelt es sich bei dem "Enkel" um ein Update, das der Wurm nachlädt, sobald er einen Rechner in seine Gewalt gebracht hat.
Der Schadcode versucht, Virenscanner auszuschalten oder ihren Zugriff auf Updates von den Servern der Anti-Viren-Software zu verhindern. Die Rechner sollen somit möglichst lange in den den Klauen des Wurms verbleiben. Währenddessen verbreitet sich der Schädling Medienberichten zufolge nach wie vor, zeigt davon abgesehen aber keine Aktivität. Entwarnung - oder Ruhe vor dem Sturm?
Kopfgeld ohne Wirkung
"Conficker" hatte Anfang des Jahres nicht nur die Bundeswehr, sondern auch in Frankreich die Marine befallen. Der Schädling versucht, schwache Passwörter zu knacken und sich über infizierte USB-Sticks zu verbreiten. "Conficker" ist nach Angaben des Anti-Viren- Herstellers F-Secure "ungewöhnlich schwierig zu entfernen".
Auch ein Kopfgeld von 250.000 US-Dollar (knapp 195.000 Euro), das Microsoft auf den
Urheber ausgesetzt hatte, führte bisher offenbar nicht zum gewünschten Ermittlungserfolg.