Auf Microsofts "Growth and Innovation Day" in Brüssel bestätigte der Software-Riese am Donnerstag Gespräche mit Telekommunikationsunternehmen und anderen Service-Anbietern über Möglichkeiten, Netbooks mit
Windows 7 einen erfolgreichen Markteinstieg zu ermöglichen.
Neuer Vetriebsweg
Gegenüber dem Tech-Magazin "ZDNet.co.uk" sagte Neil Holloway, Vizepräsident für Geschäftsstrategie bei Microsoft International, man arbeite an möglichen Angebotspaketen, die Windows-7-Netbooks mit anderer Hardware und zusätzlichen Dienstleistungen kombinieren. Es sei phänomenal, wie beispielsweise der britische Händler Carphone Warehouse (in Deutschland als
The Phone House vertreten)
Telefone,
PCs und
Laptops bündele. Microsoft wolle solche Unternehmen als speziellen Verkaufskanal nutzen und ähnliche Bundle-Angebote mit Windows 7 und
Windows Live entwickeln.
Netbooks hätten sich als feste Größe am Markt etabliert und gehörten inzwischen zum Standard-Angebot der meisten Mobilfunk-Provider, so Holloway weiter. In diesem Zusammenhang bestätigte er nochmals die Entwicklung einer abgespeckten Version des neuen Betriebssystems für Mini-Notebooks. Bereits auf der
CeBIT hatte Microsoft offiziell eine spezielle Starter-Edition von Windows 7 für den Einsatz auf Netbooks mit geringer Hardware-Ausstattung angekündigt.
Windows XP zurzeit Standard
Obwohl die günstigen Mini-Notebooks zu Beginn mit einem
Linux-Betriebssystem ausgestattet waren, hat sich mittlerweile Windows XP als dominante Plattform in diesem Segment durchgesetzt. Dies läge laut "ZDNet.co.uk" zum Teil daran, dass Microsoft die Preise für das Betriebssystem drastisch gesenkt hatte, um bei den Herstellern besser akzeptiert zu werden. Außerdem seien die Kunden mit dem System vertraut gewesen.
Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte vor kurzem angekündigt, die Netbook-Version von Windows 7 werde auf dem derzeitigen Preisniveau von Windows XP erhältlich sein. Genauere Angaben zur Preisstruktur der verschiedenen Windows 7 Versionen, die ab dem ersten Quartal 2010 in Deutschland auf den Markt kommen sollen, hat Microsoft bislang nicht gemacht.