Im Beziehungsdschungel zwischen Videoportalen und den vier großen Plattenfirmen geht es weiterhin drunter und drüber. Während
EMI am liebsten solo bleibt und seit längerem an einem eigenen Heim für seine Clips arbeitet, hat
Warner seine Zweckehe mit YouTube geschieden und
Sony der Liaison mit der Google-Tochter eine zweite Chance gegeben. Jetzt bindet sich der weltweite Marktführer Universal an die Plattform
Clipfish aus der RTL-Familie.
Videos, Premieren und Specials
Ab sofort finden sich nach Angaben von Clipfish mehrere tausend offizielle Musikvideos der Universal Music Group auf dem deutschen Portal. Damit haben die Nutzer jetzt Zugriff auf zahlreiche Clips von Künstlern wie U2, Metallica, Rihanna, Nelly Furtado, Mando Diao oder auch Tokio Hotel. In naher Zukunft sollen eigene Künstler-Channels folgen. Außerdem sind exklusive Video-Premieren und Specials geplant, wie Gewinnspiele, kostenlose Downloads oder auch Verlosungen von Meet&Greets mit einigen Stars oder Backstage-Pässen bei Tourneen.
"Die Partnerschaft mit Clipfish ist für uns ein wichtiger Schritt, unsere Digitalstrategie in Deutschland weiter auszubauen. Dank der hohen Markenbekanntheit und Reichweite erreichen wir bei Clipfish eine für uns sehr wichtige Zielgruppe. Darüber hinaus stellen wir durch diese Partnerschaft sicher, dass unsere Künstler für die Nutzung ihrer Videos angemessen vergütet werden," begründet Dominik Dreyer, Director Business Development bei Universal, die Entscheidung.
Reichlich Auswahl: Musikvideos auf Clipfish.de
Screenshot: onlinekosten.de
Dank dieser Kooperation und den bereits lizensierten Clips von Sony Music, finden die User bei Clipfish nun rund 70 Prozent der offiziellen Musikvideos zu den Musik-Charts.
Weitere Kooperationen geplant
Bereits vor einem halben Jahr war
Universal dem Konkurrenten Sony gefolgt und hatte seinen kompletten Musikkatalog für das Videoportal MyVideo.de, das inzwischen auch Warner Music für sich gewinnen konnte, freigegeben. Über einen Verbleib seiner Clips auf der Plattform YouTube verhandelt der Major noch mit dem Google-Portal. Aus Branchenkreisen ist zu hören, dass Universal und YouTube derzeit zudem an einer neuen Kooperation für ein eigenes Musikvideo-Portal tüfteln sollen.