Als ersten Schritt hatte Skype in Barcelona eine
Partnerschaft mit dem weltgrößten Handy-Hersteller Nokia vorgestellt, der den Dienst gleich ab Werk in einigen Modellen anbieten will. Laut Medienberichten regte sich umgehend Widerstand mehrerer Mobilfunk- Anbieter, die Einbußen bei ihren Umsätzen mit Telefonaten befürchteten. Durchslag sagte dazu lediglich, dass man bei den Mobilfunk-Betreibern auf unterschiedliche Reaktionen stoße. Allerdings: "Die Mauern um bisherige geschützte Bereiche in der Branche zeigen immer mehr Risse." So habe die Zusammenarbeit mit dem britischen Mobilfunkanbieter 3 bereits sehr gut funktioniert.
Google Talk als ernstzunehmende Konkurrenz
Eine Bedrohung durch den Internet-Riesen Google, der mit Google Talk einen ähnliche Dienst anbietet und derzeit mit dem Betriebssystem Android massiv in den
Mobilfunk-Bereich vorstößt, stellt Durchslag in Abrede. "Als Google Talk kam, sagten alle, das ist der Tod von Skype. Und wir sind immer noch stärker."
Das Online-Auktionshaus eBay hatte Skype 2005 für 2,6 Milliarden Dollar gekauft. Später zeigte sich der Konzern jedoch enttäuscht mit der Umsatzentwicklung und ausbleibenden Synergieeffekten und musste im Jahr 2007 1,4 Milliarden Dollar auf den Kommunikationsdienst abschreiben. Im vergangenen Quartal steigerte Skype den Umsatz um 26 Prozent auf 145 Millionen Dollar. Der Dienst schreibe seit zwei Jahren schwarze Zahlen, betonte Durchslag.
André Vatter
/ dpa