Der Internet-Telefoniedienst
Skype setzt verstärkt auf zusätzliche Bezahlangebote. Ein Beispiel dafür sei ein neuer Dienst, der Sprachnachrichten in SMS umwandelt und verschickt, sagte Skype-Manager Scott Duchslag der Deutschen Presse-Agentur dpa auf der Computermesse
CeBIT in Hannover. Eine solche SMS kostet den Skype-Nutzer 20 Cent. Der seit 2005 zum Online-Auktionshaus eBay gehörende Anbieter muss sich zusätzliche Dienstleistungen einfallen lassen, um die Umsätze spürbar zu steigern - denn die Gespräche zwischen Skype-Nutzern sind grundsätzlich frei.
Geschäftsbereich forcieren
Außerdem wolle Skype stärker Unternehmen mit kostenpflichtigen Angeboten ansprechen, sagte Durchslag, der als Chief Operating Officer (COO) für das operative Geschäft zuständig ist. Derzeit komme bereits rund ein Drittel der Nutzer aus dem Geschäftsbereich. Die meisten von ihnen griffen aber auf die kostenlosen Angebote zurück.
Skype hat mehr als 400 Millionen registrierte Nutzer und gewinnt nach eigenen Angaben im Schnitt jeden Tag 350.000 neue hinzu. Die Zahl der aktuell aktiven Kunden nennt das Unternehmen jedoch auch auf Anfrage nicht.
Skype Everythere: Plattformübergreifende Kommunikation
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona stellte Skype vor zwei Wochen den ambitionierten Plan vor, zu einer allumfassenden Kommunikations-Plattform zu werden. Die Idee des Projekts "Skype Everythere" ("Skype überall") ist, dass die Nutzer über verschiedenste Geräte - ob Telefon, Computer, Fernseher oder Autoradio - auf den Dienst zugreifen können. Mit ersten "Überall"-Angeboten sei bereits für das kommende Jahr zu rechnen, sagte Durchslag. Ein groß angelegter Ausbau werde aber länger in Anspruch nehmen. Eigene Geräte wolle das Unternehmen dabei eher nicht entwickeln, sondern sich weiter auf die Software konzentrieren.