Anzeige:
Freitag, 27.02.2009 15:01

Schärfere Regeln für Gewinnspiele in TV und Radio

aus dem Bereich Sonstiges
Für Gewinnspiele gelten im privaten Fernsehen und Radio in Deutschland von sofort an schärfere Regeln. Bei Missachtung der Vorschriften drohen den Sendern Bußgelder bis zu 500.000 Euro. Darauf haben die Landesmedienanstalten in Düsseldorf und Stuttgart am Freitag hingewiesen. Mit einer neuen Satzung sollen Täuschungen bei Gewinnspielen ausgeschlossen, die Transparenz der Spielabläufe erhöht und damit der Verbraucherschutz gestärkt werden.

Anzeige
Fairplay-Grundsatz

"Die Sender hatten in den letzten Monaten Zeit, ihre Gewinnspielsendungen auf die neue Satzung hin zu optimieren. Um es klar zu sagen: Nur noch die Spiele, die auf dem Fairplay-Grundsatz basieren, haben in Zukunft eine Chance", sagte der Vorsitzende der Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK), Thomas Langheinrich.

Die Kommission hatte allein 33 Verstöße bei Gewinnspielsendungen aus dem letzten halben Jahr beanstandet. Aufgrund der alten Gesetzeslage konnten keine Bußgelder oder andere wirksame Maßnahmen verhängt werden. "Nachdem die Selbstverpflichtungserklärungen der Sender in der Vergangenheit nicht wirklich gegriffen haben, gibt uns die neue Satzung jetzt die Möglichkeit zu echten Sanktionen", erklärte der ZAK-Beauftragte für Programm und Werbung, Prof. Norbert Schneider.

Teilnahmeerlaubnis erst ab 18 Jahren

Für Gewinnspielsendungen im Radio und Fernsehen ist eine Teilnahme erst ab 18 Jahren erlaubt. Die einzelnen Call-In-Sendungen dürfen pro Rätselfrage nicht länger als drei Stunden dauern. Mindestens alle 30 Minuten muss ein Anrufer durchgestellt werden. Die Sendungen müssen nach klaren, für die Nutzer nachvollziehbaren und verständlichen Regeln ablaufen. Irreführung ist untersagt, die Teilnahmebedingungen müssen alle 15 Minuten eingeblendet werden.

Die Lösungen müssen in einem jedermann leicht zugänglichen Lexikon nachschlagbar sein. Für Gewinnspiele und Gewinnspielsendungen gilt ein Höchsteinsatz von 50 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz und für Mobilfunk, wie dies bereits im Rundfunkstaatsvertrag geregelt ist. Die Gewinnspielsatzung der Landesmedienanstalten gilt für private Radio- und Fernsehsender. Eine entsprechende Regelung für öffentlich-rechtliche Sender steht noch aus.
Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Danke! (3 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von jetson224 am 27.02.2009 um 22:26 Uhr
 Symbolpolitik, Staat verdient doch mit !!! (1 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Blauer am 27.02.2009 um 19:42 Uhr
 Suche

  News
Donnerstag, 28.05.2015
Kamera-Spezialist GoPro will Drohne als Zubehör herausbringen
Forscher: Millionen Datensätze von App-Nutzern ungeschützt
FRK prüft Vorgehen gegen Fusion von Unitymedia und Kabel BW
TP-Link: Firmware-Updates schützen Router vor NetUSB-Sicherheitslücke
Huawei: Honor 6 Plus, P8 und P8 Lite ab sofort im Handel
Adblock Plus setzt sich vor Gericht durch
CeBIT ergänzt einjährigen Messerhythmus um Themen-Konferenz im Herbst
Widerstand in der SPD gegen Vorratsdatenspeicherung
Vodafone Prepaid: Sieben neue CallYa-Optionen ab sofort zubuchbar
Apple-Manager: "Das Auto ist das ultimative Mobil-Gerät"
"NYT": Google will Bezahlsystem "Android Pay" vorstellen
Mittwoch, 27.05.2015
Fotodienst Snapchat plant Börsengang
"BrandZ Top 100": Apple überholt Google als wertvollste Marke
Selbstfahrende Züge: Nur jeder zweite Deutsche würde einsteigen
Erste Bietrunden bei Auktion: Mobilfunkbetreiber feilschen um Frequenzen
Weitere News
Mobiles Internet
Unterwegs und trotzdem Online: Mobiles Internet per UMTS macht's möglich.
Fast genauso schnell im Speed Test oder sogar schneller als ein regulärer Internetzugang.
Damit ist mobiles Internet neben Kabel digital auch als Alternative interessant, wenn die DSL Verfügbarkeit am Wohnort eingeschränkt ist.
Internet TV
Mit Kabel oder VDSL per Internet TV aufregende Unterhaltungsangebote nach Hause holen.
Nicht nur mit 1und1 VDSL, T-Home VDSL oder Vodafone VDSL gibt es rückelfreies TV Programm.
Auch die Kabelnetzbetreiber haben gute Angebote.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs