Mittwoch, 25.02.2009 18:31

Google bei Browser-Klage gegen Microsoft dabei

aus dem Bereich Sonstiges
Im EU-Wettbewerbsverfahren um den Web-Browser Internet Explorer bekommt Microsoft einen mächtigen neuen Gegenspieler mit dem Online-Konzern Google. Der führende Suchmaschinen-Betreiber schließt sich der Beschwerde des norwegischen Browser-Spezialisten Opera an.

Anzeige
Auch Firefox-Entwickler an Bord

"Google glaubt, dass im Browser-Markt noch immer weitgehend kein Wettbewerb herrscht, wodurch weitere Innovationen für die Nutzer behindert werden", schrieb Google-Manager Sundar Pichai in einem Internet-Blog des Unternehmens. Durch die enge Verbindung von Microsofts Internet Explorer mit dessen dominierendem Windows-Betriebssystem verschaffe sich der Softwarekonzern einen "unfairen Vorteil" über andere Anbieter von Internet-Browsern.

Opera hatte zuvor im Januar offiziell Beschwerde bei der EU-Kommission gegen Microsoft eingelegt. Der Klage hatte sich unterdessen auch die Entwickler-Gesellschaft Mozilla angeschlossen, die mit Firefox den mit Abstand erfolgreichsten Konkurrenten des Internet Explorer anbietet. Google hatte im vergangenen Jahr seinen ersten eigenen Browser mit dem Namen Chrome veröffentlicht. Internet-Browser seien die zentralen Werkzeuge für die Nutzung des Internet, betonte Pichai. Von mehr Wettbewerb verspreche sich Google deutlich mehr Innovationen wie neue interaktive Funktionen und schnellere Ladezeiten.

Formale Untersuchung soll Klärung bringen

Mit der Verknüpfung des Internet Explorer mit seinem Windows-Betriebssystem hatte Microsoft mitte der 90er Jahre den damaligen Konkurrenten Netscape verdrängt, der zuvor den Markt dominiert hatte. In den vergangenen zehn Jahren hatte die EU-Kommission Microsoft mehrfach im Visier. Auch die Koppelung der Multimedia-Software Media Player an das Betriebssystem hatten die Wettbewerbshüter bereits moniert. Die Kommission hatte Microsoft in früheren Fällen mit Rekordstrafen belegt, die zusammen knapp 1,7 Milliarden Euro erreichen.

Eine formale Untersuchung der EU-Kommission soll nun klären, ob Microsoft mit der Verknüpfung des Internet Explorers mit Windows seine Marktdominanz bei Betriebssystemen wettbewerbswidrig ausnützt. Sollte die Kommission den Vorwurf bestätigen, könnte dem Softwarekonzern ein Bußgeld in Höhe von bis zu zehn Prozent eines Jahresumsatzes drohen, was sich gemessen am vergangenen Geschäftsjahr (bis 30. Juni 2008) auf bis zu sechs Milliarden Dollar beziffern könnte.
Michael Posdziech / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Google klagt für mehr Kundentransparenz? (9 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Blauer am 26.02.2009 um 22:01 Uhr
 Suche

Neues Handy?
Wer ein Handy ohne Vertrag sucht, kann inzwischen aus vielen aktuellen Modellen auswählen: Soll es ein Touchscreen Handy sein oder ein Klapphandy?
Auch viele Discounter bieten zu ihrer SIM-Karte ein Prepaid Handy zum günstigen Preis an.
Kabel
Ein Internet Anschluss über Kabel bei Anbietern wie Unitymedia, früher ish, oder Kabel Deutschland liegt voll im Trend.
Ob Internet Fernsehen oder nur surfen mit Highspeed: Vieles wird erst richtig mit Kabel Internet möglich.
Jetzt bestellen und den Sieger im Speedcheck testen. Einen Kabel Digital Receiver gibt's auf Wunsch dazu.
DSL Speedmessung
Trotz Highspeed ADSL Anschluss nur Diashow statt flüssiges Internet Fernsehen?
Unbedingt DSL Geschwindigkeit testen. Wenn der Provider wieder zuviel versprochen hat, gleich neues DSL Angebot einholen.
Bei vielen Anbietern gibt es auch Internet Telefonie dazu. Wir haben die besten DSL Tarife im Vergleich.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs