Nach wie vor finden sich die Office-Programme des Softwareriesen Microsoft - trotz kostenloser Konkurrenz etwa von
OpenOffice - auf zahlreichen
Computern. Microsoft hat nun eine aktuelle Sicherheitslücke in der Tabellenkalkulation Excel bestätigt, über die Schadcode auf den eigenen Computer gelangen kann. Bislang soll die Lücke aber noch kaum genutzt worden sein.
Infizierung durch Excel-Dateien
In dem betreffenden
Microsoft Sicherheitshinweis 968272 warnt das Unternehmen davor, unbekannte Office-Dateien zu öffnen. Über manipulierte Excel-Dateien könnte ein Angreifer Zugang zum eigenen Rechner und die gleichen Zugriffsrechte wie ein lokaler Nutzer erhalten. Entsprechend sind die Auswirkungen einer Attacke für Benutzeraccounts mit Administratorrechten größer.
Vorsicht beim Öffnen von unbekannten Office-Dateien
Dateien, die die Sicherheitslücke ausnutzen, könnten sich insbesondere auf Webseiten befinden, in denen Nutzer selber Dateien einstellen können. In den meisten Fällen werden Computernutzer über Links auf eine manipulierte Webseite gelenkt. Eine Infizierung per E-Mail ist nur dann möglich, wenn Nutzer einen E-Mail-Anhang mit Schadcode öffnen. Betroffen von der Sicherheitslücke sind aber nicht nur alle
Windows-Versionen von Office 2000 Service Pack 3 bis zu
Office 2007 Service Pack 1. Auch über Excel-Viewer kann die Lücke ausgenutzt werden. Betroffen sind zudem auch Office 2004 und
Office 2008 für Mac.
Ein Patch steht noch nicht bereit
Eine Lösung für das Sicherheitsproblem will Microsoft entweder im Rahmen eines Service Packs oder aber mit den monatlich bereitgestellten Patches anbieten. Der nächste Patchday steht allerdings erst am 10. März an. Falls notwendig könnte daher auch ein außerplanmäßiges Sicherheitsupdate zur Verfügung gestellt werden.
Als wichtigsten Rat gibt Microsoft seinen Kunden an die Hand, Office-Dateien von unbekannter Herkunft nicht zu öffnen oder zu speichern. Nutzer von Micoroft Office 2003 oder 2003 können zudem auf die Microsoft Office Isolated Conversion Environment (MOICE) zurückgreifen. In dieser isolierten Umgebung lassen sich Office-Dateien sicherer öffnen. Über einen Eingriff in die Registry können erfahrene Anwender zudem ein Öffnen von Office-Dokumenten aus unbekannter Quelle unterbinden.