Dienstag, 24.02.2009 08:31

Online-Spieler im Visier von Passwort-Dieben

aus dem Bereich Computer
Die Liste der Bedrohungen im Internet wird stetig länger. Vor allem Online-Spieler scheinen Cyber-Kriminelle immer wieder zur Verbreitung von schädlichen Programmen zu animieren. Wie Microsoft im Malware Protection Center mitteilt, führen gleich zwei solcher Tools die "Hitliste" der Bedrohungen an.

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Knapp eine Million PCs

Die Liste benennt gesichtete und mit dem Tool MSRT (Malicious Software Removal Tool) entfernte Programme. Im Februar lagen zwei Schadprogramme auf den ersten Plätzen, die es auf Passwörter von Online-Spielen wie World of Warcraft oder MapleStory abgesehen haben. Am häufigsten wurde die Wurm-Familie Win32/Taterf ausgemacht, die auf knapp einer Million PCs (981.051 Stück) gelöscht wurde. Die Zahl der Löschungen allein dieses Schädlings übersteigen laut Microsoft die Gesamtanzahl des vorangegangen Monats um 171 Prozent. Darauf folgt der Trojaner Win32/Frethog mit 316.971 vorgenommenen Löschungen.

Die meisten infizierten Computer befanden sich in den USA, in Taiwan, Korea und der Türkei. Der Passwort-Klau ist ein lohnendes Geschäft: Mit virtuellem Gold oder Spielgegenständen lässt sich in der realen Welt echtes Geld verdienen.

Neue Conficker-Variante

Darüber hinaus berichten die Redmonder im Blog über eine neue Abart des Conficker-Wurms, die den PC-Nutzern mit neuen Hintertür-Funktionen auflauert. Der Autor soll über einen infizierten Rechner weitere Schadsoftware verteilen können. Microsoft hat bereits ein Kopfgeld auf den Verantwortlichen des Conficker-Schadcodes ausgesetzt.
Saskia Brintrup
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