Die kleinen, preisgünstigen
Netbooks sind immer noch ein Verkaufsrenner. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres wurden in Europa, dem Nahen Osten und Afrika
3,6 Millionen solcher Mini-Notebooks verkauft. Als
Betriebssystem wird in der Regel
Windows XP von Microsoft oder
Linux eingesetzt. Doch ein neuer Mitbewerber könnte künftig bei den Netbook-Betriebssystemen mitmischen.
Asus nutzt Android für Netbooks
Das von Google ursprünglich für Handys entwickelte Open-Source-Betriebssystem
Android soll laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) in Netbooks eingesetzt werden, die Computerhersteller Asustek bis zum Jahresende entwickeln wird. Diesen Schritt kündigte der Chef der Asustek-Netbooksparte, Samson Hu, Ende vergangener Woche an. In einem Interview mit dem Nachrichtendienst Bloomberg hatte Hu allerdings eingeräumt, dass noch unklar sei, ob letztendlich ein fertiges Produkt herauskomme. Die Netbooks seien erst in der Entwicklung. Genutzt werde ein Netbookprozessor des Chiphersteller Freescale, der Android unterstütze. Damit tritt Google in direkte Konkurrenz zu Softwarehersteller Microsoft, dessen aktuelles Betriebssystem Windows
Vista aufgrund des
Ressourcenhungers nicht für die kleinen Rechner geeignet ist. Erst der Vista-Nachfolger
Windows 7 soll auch auf Netbooks genutzt werden können. An den jetzt von Asustek bekanntgegebenen Planungen ist Google nicht direkt beteiligt.
Mehr Werbeeinnahmen für Google
Analysten gehen davon aus, dass der Suchmaschinenbetreiber durch ein Netbook-Android und die dabei integrierten eigenen Dienste profitieren wird: Google könnte die Basis zur Schaltung von Werbung deutlich ausweiten. Laut FTD erzielt Google mit Online-Werbung über 90 Prozent seines Umsatzes. "Bei den Einsteigermodellen muss Microsoft derzeit zusehen, wie ihnen Marktanteile abgenommen werden", so Neil Mawston, Analyst bei dem Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics. Mit Hochdruck werde daher an der
Fertigstellung von Windows 7 gearbeitet.